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Der Stadtpark steht unter Denkmalschutz 

Leonberg schreibt Gartenkunstgeschichte mit dem in den 70er Jahren angelegten Stadtpark: So jung und schon ein Denkmal

Das städtische "Grün" ist damit be­reits das zweite vom Landesamt für Denk­malpflege bestätigte Gartenkunstwerk an der Glems

Der Stadtpark ergänzt damit den Pomeranzengarten, welcher als einziger Ter­rassengarten bundesweit aus der Zeit der Spätrenaissance erhalten ist.

"So wie der Pomeranzengarten für die Garten­kunst des 17. Jahrhunderts steht, so dokumen­tiert der Stadtpark die Ideen des Garten­ und Landschaftsbaus des späten 20. Jahrhun­derts", erklärt Referatsleiter Dr. Martin Hahn, der im Landesamt für Denkmalpflege für die Er­fassung von Kulturdenkmalen zuständig ist.

Sein Kollege Andreas Dubslaff ergänzt: "Die Umgestaltung des ehemaligen Gipswerks Ep­pinger und Schüle zu einem Park ist eine unge­wöhnliche Gewerbekonversion, wie man sie sonst eher aus dem Ruhrgebiet kennt. Leon­bergs Stadtpark ist dafür ein frühes und prima überliefertes Beispiel."

Die Gesamtplanung lag in den Händen des re­nommierten Stuttgarter Büros Luz und Partner. Der Sprudlerberg mit seinem markanten Was­serlauf ist ein Projekt des Landschaftsarchitek­ten und Bildhauers Ernst Günter Herrmann. Mit dem Stadtpark bekam die neue Mitte Leon­bergs um das Leo­-Center zwischen der Altstadt und Eltingen auch ein grünes Element. Noch heute wird der Landschaftspark mit See und Felswand von der "Skyline" der Hochhäuser stilgerecht gerahmt.

 

Mit Stolz blickt Oberbürgermeister Kaufmann auf die grüne Erholungsfläche mitten in der Stadt

"Der Stadtpark ist für uns eine nicht mehr weg­zudenkende Erholungsfläche. Umso stolzer sind wir, in Leonberg den landesweit ersten unter Denkmalschutz stehenden, modernen Stadtpark der 70er Jahre zu haben. Die Stadt und Landschaftsplanung dieser Zeit ist hier ein­drucksvoll erlebbar", so Oberbürgermeister Martin Kaufmann. Man werde sich, so Kauf­mann weiter, in Zukunft mit dem Bestand ausei­nandersetzen, mit den Wegeanlagen, den zeit­typischen Kugelleuchten und Sitzbänken.

"Für 2019 ist geplant, den Stadtpark am Tag des offenen Denkmals mit Führungen oder einer kleinen Ausstellung allen Interessierten näherzu­bringen", kündigt das Stadtoberhaupt an und fährt fort: "Was man besser kennt, das schätzt man auch. Wir wollen die Leonberger für dieses junge Denkmal sensibilisieren und sie mitneh­men auf dem Weg in die Zukunft des Parks."

Einen der ältesten und einen der jüngsten Gär­ten im Land, das kann nicht jede Stadt vorwei­sen: In Leonberg kann man sie nachvollziehen, die Geschichte von Pomeranzen und Wasser­sprudlern.