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Angebotsreduzierung im Kinderhaus Stadtpark wegen Personalmangel 

Sechs Elternpaare, deren Kinder in die Krippe des Kinderhauses Stadtpark gehen, wurden am Freitagnachmittag darüber informiert, dass die Betreuungszeiten verkürzt werden müssen. Trotz der vielen positiven Aspekte für Erzieherinnen und Erzieher in Leonberg herrscht grundsätzlich ein Mangel an Fachkräften. 

Die Stadtverwaltung muss die Betreuungszeit nachmittags leider einschränken

"Der Grund ist akuter Personalmangel durch medizinisch begründete Freistellungen", so Gabriele Schmauder, Leiterin des Amtes für Jugend, Familie und Schule. "Während der vergangenen Wochen und Monate sind fünf Erzieherinnen schwanger geworden, dürfen nicht mehr arbeiten. Dies ist ein wunderbarer Grund, über den wir uns mit den Mitarbeiterinnen freuen. Allerdings führt diese Situation dazu, dass wir mit den noch vorhandenen Pädagoginnen die gesetzlichen Betreuungsschlüssel nicht mehr die ganze Zeit erfüllen können", fährt sie fort. Deshalb müssen die betroffenen Eltern ihre Kinder ab Dezember nun spätestens um 15 Uhr aus dem Kinderhaus abholen, nicht wie gewohnt um 17 Uhr.

"So bitter das ist, wir finden einfach nicht genügend Personal", erklärt Schmauder und ergänzt: "Aktuell können wir noch nicht sagen, wie lang diese Angebotsreduzierung dauern wird."

 

Fachkräftemangel herrscht in diesem Bereich grundsätzlich, obwohl die Leistung der Erzieher wertgeschätzt wird und die Stadt Leonberg ein attraktiver Arbeitgeber ist

"Dabei ist die Stadt Leonberg so ein attraktiver, moderner Arbeitgeber", weiß die stellvertretende Kita-Leiterin Cathrin Kruska. "Unsere Arbeit wird immens wertgeschätzt. Es gibt klar definierte Strukturen, in denen jeder Unterstützung, Weiterbildung und Führung erhält."

Für die Arbeit als Erzieherin hat die heute 43-Jährige damals sogar ihren Traumberuf Polizistin aufgeben: "Meine Mutter sagte mir nach der Schule, dass ich doch mal ein Praktikum im Kindergarten machen solle. Das habe ich getan und dabei bin ich auch geblieben", schaut sie mit einem Lachen zurück. "Kinder in ihrer Entwicklung zu sehen und dabei zu unterstützen, hat mich damals fasziniert und fasziniert mich heute noch. So etwas wie Routine gibt es nicht", so die gebürtige Mülheimerin (a. d. Ruhr), die in ihrer frühen Kindheit nach Leonberg zog.

 

"Kinder in ihrer Entwicklung zu sehen und dabei zu unterstützen, hat mich damals fasziniert"

Ihr Kollege Fabian Hoyer ist 24 Jahre alt und absolviert im Kinderhaus am Stadtpark die sogenannte praxisintegrierte Ausbildung, eine Art duale Erzieher-Ausbildung, die es seit 2012 in Baden-Württemberg gibt. "Ich konnte mir nie vorstellen, etwas mit Kindern zu machen. Bis ich 2016 als Aushilfe hier im Kinderhaus angefangen habe. Gleich am ersten Tag habe ich gemerkt, dass es genau mein Ding ist. Danach habe ich den Ausbildungsplatz bekommen", so der gebürtige Tübinger.

 

Vielfältige Einsatzbereiche und gute Chancen auf Festanstellung

Beide wissen auch um die Berufschancen nach der Ausbildung. "Oftmals wird vergessen, wie vielfältig der Einsatzbereich von Erzieherinnen und Erziehern ist", so Hoyer. "Sei es etwa in der offenen Jugendarbeit, der Behindertenhilfe oder der Schulkinderbetreuung – Erzieher arbeiten nicht nur mit kleinen Kindern, sondern auch mit Einjährigen und Jugendlichen", ergänzt Kruska.

 

Bewerbungen für diesen Bereich sind jederzeit willkommen

Wenn Sie Interesse haben, als Erzieherin oder Erzieher für die Stadt Leonberg zu arbeiten, dann bewerben Sie sich bitte online auf unserem Bewerberportal unter www.leonberg.de/bewerbungsportal.