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Vortrag: Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen 

Vortrag ist Teil der Serie der jährlichen gemeinsamen Kepler-Veranstaltungen der Stadt Leonberg und der Kepler-Gesellschaft Weil der Stadt 

Der Vortrag findet statt am 16. Oktober, um 19.30 Uhr, im Alten Rathaus in Eltingen

Der berühmte Astronom Johannes Kepler (1571-1630) hat in Leonberg die Deutsche und danach die Lateinische Schule besucht. Dadurch wurde – in Verbindung mit dem herzoglichen Stipendium – die Grundlage für seinen weiteren Bildungsweg in der Schwäbischen Laufbahn geschaffen bis hin zur inzwischen protestantischen Universität Tübingen und dem berühmten Tübinger Stift. Keplers Name ist untrennbar verbunden mit seinen Entdeckungen, u. a. den drei Keplerschen Gesetzen der Planetenbewegungen.

In den Jahren 1620 und 1621 musste Kepler seine Arbeit als Landschaftsmathematiker von Österreich ob der Enns in Linz, seine Tätigkeit als kaiserlicher Hofmathematiker Ferdinands II. (*1578, 1619-1637) und seine Forschung für einen zwölfmonatigen Aufenthalt in Württemberg unterbrechen. Anlass war ein langwieriger Hexenprozess gegen seine Mutter Katharina in Leonberg und Güglingen. In Leonberg-Eltingen, Ecke Carl-Schmincke-Straße und Hindenburgstraße, nahe ihrem Geburtshaus, steht heute noch das Denkmal Schnitterin, entworfen von Jakob Wilhelm Fehrle (1884-1974). Es ist versehen mit der Widmung "Zur Erinnerung an / Katharina Kepler, geb. Guldenmann / geb. zu Eltingen am 8.11.1547 / Errichtet von der Gemeinde / Eltingen im Jahre 1937".

 

Über die Schwerpunkte des Vortrags und die Vortragenden

Die beiden Leonberger Stadtführer Peter Höfer und Hans-Joachim Albinus gehen in ihrem Vortrag am 16. Oktober, um 19.30 Uhr im Alten Rathaus in Eltingen neben den Lebensumständen der Familie Kepler insbesondere auf die Entstehung der Hexenverfolgungen in Europa ein. Dann wird auch die Situation im reformierten Württemberg, vor allem in Leonberg, verglichen mit derjenigen in der Reichsstadt Weil der Stadt. Neben dem Prozess selbst wird die Verleumdungsklage der Keplers gegen die Denunzianten und ihre Schadenersatzklage behandelt. Der Hexenprozess Katharina Keplers fiel in die Hochphase der Hexenverfolgungen in Leonberg und die Zeit der Glaubenskämpfe zwischen Reformation und Gegenreformation.

Dieser Vortrag ist Teil der Serie der jährlichen gemeinsamen Kepler-Veranstaltungen der Stadt Leonberg und der Kepler-Gesellschaft Weil der Stadt. Der Eintritt kostet sechs Euro.

Hier finden Sie die Veranstaltung in unserem Veranstaltungskalender.