Seiteninhalt

Leo Energie investiert über 850.000 € in das Stromnetz 

Oberbürgermeister Martin G. Kaufmann und Netze BW-Geschäftsführer Dr. Christoph Müller schließen Baumaßnahme mit einer symbolischen Kabeldurchtrennung ab 


Seit September 2017 erneuert und verstärkt die Leo Energie GmbH & Co. KG das Mittelspannungs-Stromnetz in Leonberg zwischen den Teilorten Gebersheim und Höfingen und zwischen dem Umspannwerk Leonberg und Höfingen. Um die Durchführung der Arbeiten kümmert sich die Netze BW GmbH, die das Leonberger Stromnetz als Pächterin für die Leo Energie betreibt. Mit einer symbolischen Kabeldurchtrennung an dem Freileitungsendmast am Ortsausgang von Gebersheim schließen nun Leonbergs Oberbürgermeister Martin G. Kaufmann und Dr. Christoph Müller, Geschäftsführer der Netze BW GmbH, im Beisein von Katja Kägebein, Geschäftsführerin der Leo Energie, offiziell dieses Modernisierungsprojekt ab.

"Leonberg ist eine wachsende Lebens-, Wohn- und Arbeitsstadt, vor allem aber ein bedeutender Wirtschaftsstandort. Dafür brauchen wir einwandfreie und sichere Stromnetze", betont Oberbürgermeister Kaufmann. "Deshalb sind wir froh, dass die Netze BW dieses wichtige Bauvorhaben so reibungslos abgewickelt und nun planmäßig abgeschlossen hat." "Eine leistungsfähige Stromversorgung steht und fällt mit der Qualität der Netze", bestätigt Dr. Christoph Müller. "Zu den Aufgaben eines Netzbetreibers gehört es, dafür zu sorgen, dass Strom zuverlässig und effizient zum Verbraucher gelangt. Wir bringen hier unsere ganze Erfahrung und Kompetenz ein, um langfristig das hohe Versorgungsniveau in Leonberg zu sichern."

Anlass der Erneuerungsmaßnahme waren anstehende Instandhaltungsarbeiten an der Freileitungsstrecke zwischen den beiden Teilorten Gebersheim und Höfingen. Die Leitungen stammten noch aus den 1950/60-er Jahren. Statt einer Sanierung entschieden sich Stadt und Leo Energie für einen Aus- und Neubau. Moderne Erdkabel ersetzen nun die Freileitungen. "Über 850.000 Euro haben wir hierfür investiert. Neben der Erdverkabelung wurde gleichzeitig auch die Übertragungskapazität erhöht. Damit tragen wir dem gestiegenen Strombedarf Rechnung und rüsten das Stromnetz für die Zukunft", erläutert Katja Kägebein.

Die Maßnahme beinhaltete zwei Bauabschnitte. Zunächst wurden neue Kabel zwischen den Umspannstationen 'Rechbergstraße' in Gebersheim und 'Hauffstraße' in Höfingen in die Erde gelegt, danach folgte die Kabelverlegung von der Umspannstation 'Elsa-Brandström-Straße' zum Umspannwerk Leonberg. Zudem wurden die beiden Maststationen beim Lindenhof und der Kläranlage Gebersheim durch Kompaktstationen ersetzt. Insgesamt liegen nun über sechs Kilometer neue Stromkabel in der Erde. Auf der gesamten Verlegetrasse wurde zudem ein '4 x 20 mm Mikrorohrverbund' mit verlegt, in den später Glasfaserkabel eingeblasen werden können. Die neuen Erdkabel sind jetzt in Betrieb und der Freileitungsabbau auf der etwa vier Kilometer langen Trasse inklusive der 29 Masten und zwei Maststationen ist bis auf wenige Restarbeiten abgeschlossen.

Der Tiefbau wurde überwiegend konventionell im offenen Graben durchgeführt, an den Querungen der Kreisstraßen K 1059 und K 1011 kam das Spülbohrverfahren zum Einsatz. Die Bauausführenden bedanken sich für das Verständnis der Bevölkerung, denn trotz aller Vorkehrungen können Beeinträchtigungen für Verkehrsteilnehmer und Anwohner bei solchen Baumaßnahmen nicht völlig ausgeschlossen werden.

Leo Energie GmbH & Co. KG

Die Leo Energie GmbH & Co. KG ist Eigentümerin des Strom- und des Gasnetzes auf Leonberger Gemarkung und verpachtet diese an die Netze BW GmbH. Sie wurde 2012 gegründet. Geschäftsführer sind Dr. Ulrich Vonderheid, Erster Bürgermeister der Stadt Leonberg, und Katja Kägebein von der Netze BW GmbH.

Die Stadtwerke Leonberg sind mit 51% Anteilen Mehrheitseigner an der Leo Energie GmbH & Co. KG. Die Netze BW GmbH hält 49% der Anteile.

Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Leonbergs Oberbürgermeister Martin G. Kaufmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender ist Dr. Christoph Müller, Geschäftsführer der Netze BW GmbH.