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Finissage der Ausstellung "Zauberhafte Pflanzen" von Susanne Güth 

Die Künstlerin selbst führt am Sonntag, den 29. Juli, um 14.30 Uhr durch die Ausstellung ihrer Fotografien im Stadtmuseum 

Nach der kostenfreien Führung darf in einer Offenen Werkstatt mit Pflanzendrucken experimentiert werden

Akelei, Pusteblume und Ginsterblüte – die drei weit verbreiteten Pflanzen präsentieren sich im Stadtmuseum in außergewöhnlichem Licht und ungewöhnlichen Dimensionen. Die Gebersheimer Biologin Susanne Güth fotografiert schon seit Jahrzehnten Pflanzen, anfangs zu dokumentarischen Zwecken, heute mit Lust und Neugier an künstlerischen Effekten. Pflanzen sind eine Lebensgrundlage und zugleich eine Inspirationsquelle für den Menschen.

 

Vorbilder und Inspirationen der Künstlerin

In der Geschichte der Fotografie spielen Pflanzenaufnahmen eine entscheidende Rolle. Als das Medium Fotografie noch jung war und verschiedene Wissenschaftler nach praktikablen fotografischen Methoden suchten, leistete der englische Gelehrte Henry Fox-Talbot einen entscheidenden Beitrag. Für seine "Kunst des fotogenen Zeichnens", wie er seine Herangehensweise selbst nannte, verwendete er gerne Pflanzen als Motiv. Fox-Talbot veröffentlichte 1846 das erste Fotobuch mit dem Titel "The Pencil of Natur", in das vervielfältigte Fotos eingeklebt waren.

Ein hervorragendes fotografisches Werk mit Pflanzenabbildungen hinterließ Karl Blossfeldt (1865-1932). Er arbeitete als Lehrer an der Unterrichtsanstalt des Königlichen Kunstgewerbemuseums in Berlin. Blossfeldt zeichnete und fotografierte Pflanzen für den Einsatz im Unterricht. Die Fotografie ermöglichte es in besonderem Maß, Strukturen deutlich zu machen. Die Formen und Proportionen der Natur sollten den Blick der Studenten schulen und in die architektonische, künstlerische sowie ornamentale Gestaltung einfließen.

 

Öffnungszeiten Stadtmuseum Leonberg
mit Schelling-Gedenkraum

Di., Mi. u. Do. 14 -17 Uhr, So. 13 -18 Uhr
und nach Vereinbarung

Eintritt frei