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Gemeinsames Jubiläumskonzert der Leonberger Gymnasien 

Zum 50­-jährigen Jubiläum des Johannes­-Kepler­-Gymnasiums und 60-­jährigen Jubiläum des Albert­-Schweitzer-­Gymna­siums veranstalten deren Chöre und Orchester am Dienstag, 17. Juli, 20 Uhr ein Konzert 

Glanzlichter berühmter Werke und bekannte Melodien werden in der katholischen St. Johanneskirche in Leonberg präsentiert

Angefangen bei der Eurovisionsmelodie bis hin zum berühmten Schlusschor "O Fortuna" von Carl Orff. "Ich weiß nur, dass es glühend heiß war und eine vibrierende Spannung herrschte, weil nie­mand gewusst hat, ob das gutgehen kann." So schreibt die Tochter von Carl Orff über die Ur­aufführung der "Carmina burana" an einem hei­ßen Spätsommerabend in Frankfurt. Auch eine Aufführung so vieler verschiedener Highlights unterschiedlicher Stilrichtung, Epoche und Be­setzung unter verschiedenen Dirigenten ist ein Wagnis, müssen sich doch Sänger und Instru­mentalisten bei jedem Stück auf eine andere musikalische Sprache, einen neuen Dirigierstil und einen anderen Klangcharakter einstellen - genau diese abwechslungsreiche Vielfalt aber macht den Reiz eines Jubiläumsabends aus!

 

Vielfältiges Programm, feierliche Eröffnung mit Prélude "Te Deum" von Marc Antoine Charpentier

Und was wäre geeigneter für die Eröffnung als das feierliche Prélude des "Te Deum" von Marc Antoine Charpentier - die wahrhaft glanzvolle Musik wurde bereits im 17. Jahrhundert zu öf­fentlichen Siegesfeiern aufgeführt. Dem pom­pösen barocken Jubelgesang folgt die düstere Totenklage des "Requiem", Mozarts letztem un­vollendetem Werk, in dem er mit nie dagewese­ner musikalischer Intensität grundlegende menschliche Erfahrungen wie Trauer im Ange­sicht des Todes, Angst vor dem, was danach kommen mag, aber auch Hoffnung auf eine bessere Welt vertont hat. Im Anschluss erklingt eine weitere Komposition der Wiener Klassik, der zweite Satz aus Beethovens 7. Sinfonie, welcher das Publikum bei der Uraufführung zu wahren Jubelausbrüchen und "da capo"-Rufen animierte – ungewöhnlich für einen langsamen Satz. Eine ganz andere Klangwelt öffnet sich dem Hörer in der "Messa di Gloria" von Giaco­mo Puccini, die einer hochromantischen ty­pisch italienischen Oper.

Die zweite Hälfte des Konzertabends ist den Werken moderner Komponisten aus dem 20. und 21. Jahrhundert gewidmet. Rutters "Sanc­tus" und "Benedictus" aus der "Mass of the children" schwebt zurückhaltend mit Solo-­Flö­te, Streichquartett, Harfe und Kinderchor, ge­folgt von dem sich stetig steigernden Klagege­sang "Cantus lacrimosus" von Karl Jenkins. Die Komponisten Christoph Schönherr (Teile aus dem "Magnificat") und Jacques Loussier (Ausschnitte aus "Lumières") jonglieren als Grenzgänger zwischen der klassischen Ton­sprache, lateinamerikanischen Rhythmen und Elementen des Jazz und der Rock­ und Pop­musik.

Zum Schluss betritt die Schicksalsgöttin Fortu­na die Bühne. Das ewige Drehen des Schick­salsrades zwischen Glück und Unglück, Auf­stieg und Niedergang vertonte Carl Orff mit einem einzigen, immer wiederkehrenden Motiv voll elementarer Wucht. Mit diesem Chor­ und Orchestersatz beginnt und endet die "Carmi­na burana" – und er bildet den würdigen Ab­schluss des Jubiläumskonzertes.

Als Solisten sind Masha Stohrer (Sopran) und Jens Paulus (Bariton) zu hören, die Gesamtlei­tung liegt bei Judith Baars.

Karten für das Kon­zert können zum Preis von 7 Euro/ 6 Euro/ 5 Euro (Schüler 50% ermäßigt) an beiden Schulen oder an der Abendkasse in der katholischen St. Johanneskirche, Marienstraße 3, ab 19.30 Uhr erwor­ben werden.