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Jugendspielclub Leonberg spielt Arthur Millers Hexenjagd

Der Jugendspielclub Leonberg präsentiert am 23. und 24. Juni im Theater im Spitalhof sein erstes Stück. 

Ein Stück über Irrglaube, Machtmissbrauch, Gerüchte und Gewalt

Auch wenn Arthur Miller seine "Hexenjagd" (The Crucible) bereits vor 65 Jahren schrieb, der psychologische Blick des Stücks auf die Gesellschaft ist immer noch aktuell. Der Jugendspielclub Leonberg zeigt das Drama um Rechtschaffenheit, Glaube und Manipulation am Samstag, 23. Juni (Premiere), um 19.30 Uhr und am Sonntag, 24. Juni um 18 Uhr im Theater im Spitalhof.

Es ist kein leichtes Sommertheater, was sich die neun spielbegeisterten Jugendlichen (7 Mädchen, 2 Jungen) des Leonberger Jugendspielclubs unter der Leitung von Swantje Willems als erste Arbeit ausgesucht haben. Sie zeigen ein Stück, das sich mit menschenverachtender Verunglimpfung und Hetze, die eine ganze Stadt infiziert, befasst. Im puritanisch geprägten Salem (USA) des 17. Jahrhunderts bricht ein Hexenwahn aus, nachdem Mädchen bei wilden Tänzen im Wald erwischt wurden. Aus Furcht vor Strafen wird die Sache zum Teufelswerk aufgebauscht, eine Jagd beginnt, falsche Beschuldigungen führen zu Verhaftung und Verurteilung rechtschaffener Personen. Es geht – zumindest vordergründig – um Gut und Böse und darum, wer mit dem Teufel im Bunde steht.

"Hexenjagd", 1953 vom gesellschaftskritischen amerikanischen Dramatiker Arthur Miller verfasst, ist ein Stück über Irrglauben, Machtmissbrauch und das perfide Spiel mit Gewalt und Gerüchten. Erschreckend: mehr als 300 Jahre nach der fiktiven Hexenjagd in Salem und 65 Jahre nach der Veröffentlichung des Dramas, hat die Grundaussage Millers nichts an Aktualität verloren – die Würde des Menschen ist die Basis einer freien, gerechten und menschlichen Gesellschaft.

 

Über den Jugendspielclub Leonberg

Nach dem Aus des früheren Theaterclubs "Bivak" lag das Angebot für Jugendliche, außerhalb der Schule selbst Theater zu spielen, lange brach. Seit Oktober 2017 organisiert das Kulturamt wieder einen Jugendspielclub unter der Leitung von Theaterpädagogin Swantje Willems (Theater Pforzheim). Sie war früher selbst Mitglied bei 'Bivak' und weiß aus eigener Erfahrung, wie wertvoll theaterpädagogische Arbeit ist. Mit Katja Rohloff, Kulturmanagerin der Stadt Leonberg, fand sie schnell eine Mitstreiterin, die die Idee gerne aufgriff und gemeinsam mit Willems den "neuen" Club initiierte.

Der Jugendspielclub probt wöchentlich im Theater im Spitalhof und ist nach den Sommerferien wieder offen für Theater-Neugierige ab 14 Jahren. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Interessierte können sich bei Katja Rohloff (Telefon 07152 990-1423),
informieren.

 

Eintritt, Karten und Veranstalter

Eintritt
Vorverkauf 12 Euro / ermäßigt 9 Euro
Abendkasse 14 Euro / ermäßigt 9 Euro
(Ermäßigung für Schüler, Studenten und Schwerbehinderte)

Karten
im i-Punkt im Rathaus Leonberg, unter www.reservix.de, bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse (1/2 Stunde vor Veranstaltungsbeginn)
Kartenreservierung unter Telefon 07152 990-1402 (Mo-Fr) und theater@leonberg.de

Veranstalter
Amt für Kultur der Stadt Leonberg, Rückfragen an Katja Rohloff, Telefon 07152 990-1423
Programm unter www.leonberg.de/Theater-im-Spitalhof