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Preisgericht des Postareals legt sich auf zwei Investoren fest 

Im Zuge eines Investorenauswahlverfahrens geht es um die Zukunft des Postareals in Leonberg. Dieses Grundstück schafft beim Stadtumbau die Verbindung zwischen dem Bel­forter Platz und der Altstadt. Kurz vor Pfings­ten tagte das Preisgericht. 

Von den zehn Wettbewerbsteilnehmern wurden folgende Unterlagen zur Beurteilung vorgelegt: Städtebauliche Idee mit Freiflächengestaltung, architektonisches Konzept mit Nutzungskon­zept, Verkehrserschließungskonzept inklusive Par­kierung und eine Kaufpreisangabe.

Oberbürgermeister Martin G. Kaufmann weist auf die großen Ziele des Postareals hin, "die Stadtentwicklung voranzubringen, urbanen Raum zu schaffen und Lösungen dort für Woh­nen, Gastronomie und Freizeit zu finden." Dabei soll das Quartier frei von Fahrzeugen sein, das Parken ist zentral unterirdisch vorgesehen.

 

Wichtige Gelenkfunktion zwischen der Alt­stadt und der Stadtmitte

"Das Postareal ist ein Herzstück in der Stadt, es soll keinem Zentrum etwas wegnehmen, sondern eine wichtige Gelenkfunktion zwischen der Alt­stadt und der Stadtmitte sein.", so Martin G. Kauf­mann weiter. Berücksichtigt wird auch die um­gebende Bebauung.

Prof. Dr. Franz Pesch, Vorsitzender des Preisgerichts und Mitarbeiter am Institut für Städtebau an der Universität Stuttgart, betonte, dass das Areal derzeit ein "Leerfleck" sei, künftig aber die Alt­stadt stärken solle. Diese könne nicht den gesamten Bedarf an Handelsflächen aufnehmen, den eine so starke Stadt wie Leonberg mit Umgebung noch zu­sätzlich habe.

Der Nutzungsmix in dem Quartier spielte daher bei der Jury auch eine wichtige Rolle. Gefragt ist eine Mischung, die lebensfähig ist, Frequenz in die Altstadt bringt und architektonisch eigenständig ist.

 

Offene Architektur mit guten Sichtbeziehungen

Das Preisgericht hat sich mit breiter Mehrheit auf die Konzepte zweier Inverstoren festgelegt, mit denen nun weiter verhandelt wird. Sowohl im Sieger­entwurf als auch beim Zweitplatzierten befand die Jury die gesuchten Kriterien als gut umgesetzt.

Der Siegerentwurf überzeugt auch damit, dass es keine ungebrochene, gerade Achse vom Rathaus zur Altstadt gibt, sondern mehrere en­ge und weite Gassen. Weiter lässt der Entwurf der Bebauung in der Nachbarschaft ihre Würde und Funktionsfähigkeit. Die vorgeschlagene Architektur ist offen, mit guten Sichtbeziehun­gen zwischen der Altstadt, der Stadtmitte und dem geplanten Stadtgarten.

Im Juni sollen die beiden Entwürfe dem Ge­meinderat vorgestellt werden, zuvor ist eine Bürgerinformation geplant.