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Umgestaltungsarbeiten am Rathausvorplatz in Höfingen 

Finanzierung aus Mitteln des vererbten Vermögens des Ehepaars Erwin und Marianne Beck 

Ein Platz zum Wohlfühlen in Höfingens Mitte

Das Alte Rathaus in Höfingen ist einer der wichtigsten städtebaulichen Identifikationspunkte in Höfingen. Zusammen mit der evangelischen Kirche, dem im Jahre 2010 neu gestalteten Kurfiss-Areal und dem Schloss prägt es entscheidend die historische Ortsmitte von Höfingen. Das direkte Umfeld um das Fachwerkgebäude aus dem sechzehnten Jahrhundert und der Marktplatz weisen deutliche funktionale und gestalterische Mängel auf - das soll nun anders werden.

In einem ersten Bauabschnitt wird nun die vom Ortschaftsrat Höfingen bewilligte Planung für diesen Platz umgesetzt. Die Arbeiten zur Umgestaltung des Rathausvorplatzes in Höfingen laufen diese Woche an.

"Wir wollen eine deutlich bessere Aufenthaltsqualität hier in Höfingens Mitte schaffen, einen Platz zum Wohlfühlen", so Oberbürgermeister Martin G. Kaufmann. Mit der geplanten Platzgestaltung werde die Wirkung des Rathausplatzes insgesamt gestärkt. Es seien einheitliche Beläge für Platz- und Straßenbereich vorgesehen ebenso wie eine einheitliche Beleuchtung und Ausstattung. "So schaffen wir etwas qualitativ Hochwertiges, was allen am Herzen liegt und was alle gemeinsam erhalten wollen", so der Oberbürgermeister weiter.

Baubürgermeister Brenner nimmt diesen Gedanken auf und betont, dass sowohl bei der Beleuchtung mit LED-Lampen, als auch beim Grünkonzept, dem Belag und der geplanten Möblierung des Platzes ein einheitliches Erscheinungsbild entscheidend ist. Der Platz muss in einem ersten Schritt "entrümpelt werden" (Brenner).

 

Details des Umbaus

Die Firma Sickinger beginnt nun damit, gestalterisch unwirksame Begrünungs- und Ausstattungselemente abzubauen. Es folgt die Einfassung mit einheitlichem Belagsniveau. Dabei nimmt der Pflasterbelag in hellen Gelbtönen, den Farbton des Gebäudesockels des alten Rathauses auf. Modernisiert wird die Beleuchtung, die den Rathausplatz und auch bisher nicht einsehbare Randbereiche ausleuchtet und die Möblierung des Platzes unter Einbeziehung der vorhanden Kunstobjekte und des Sitzrondells. Ein besonderes Gestaltungselement des Rathausvorplatzes wird das Landschaftsfenster mit Blick ins Glemstal. Ein nachhaltig reduziertes Grünkonzept trägt zur stärkeren Raumbildung bei. Der Freiraum der evangelische Kirche, des Rathauses und der Platzfläche vor dem ITVT Gebäude ist als Einheit zu verstehen.

 

Die Umbaumaßnahme wird zirka vier Monate andauern

Der Rathausplatz ist weiterhin begehbar, der Markt wird wie gewohnt wöchentlich stattfinden. Die Umbauplanskizzen liegen in der Ortschaftsverwaltung aus und können eingesehen werden.

Zur Neugestaltung des Bereiches wurde von der Stadtverwaltung eine Projektskizze erstellt und ein Projektbudget in Höhe von 280.000 € veranschlagt. Im Vorfeld fanden zwei Ortsrundgänge für die Bürgerschaft Höfingens statt und Besprechungen im Ortschaftsrat, um die Anregungen aus dem Teilort in der Planung aufzugreifen.

 

Finanzierung von zunächst drei Projekten in Höfingen

Im Jahr 2008 hat die Stadt als Alleinerbin von dem Ehepaar Marianne und Erwin Beck ein Vermögen in Höhe von rund 670.000 Euro geerbt. Das Erbe ist mit den Auflagen versehen der ausschließlichen Verwendung des Vermögens im Stadtteil Höfingen, für in Höfingen wohnhafte Einwohner, in Höfingen bestehende oder zu schaffende Einrichtungen und alleinige Entscheidungsbefugnis des Ortschaftsrates Höfingen.

Im Juli 2016 haben dann Ortschaftsrat und Gemeinderat beschlossen, dass in einem ersten Schritt drei Projekte realisiert werden sollen, darunter eben diese Umgestaltung und Modernisierung. Ein weiteres Projekt betrifft den Spielplatz Albert-Schweitzer-Straße und eines die Gestaltung des Höfinger Täle als Naturerfahrungsraum.