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Vorlesenachmittag im Stadtmuseum

Am Reformationstag, Dienstag 31. Oktober findet um 14.30 Uhr ein Vorlesenachmittag in der Ausstellung "Guten Tag, lieber Feind! Bilderbücher für Frieden und Menschlichkeit" im Stadtmuseum Leonberg, Pfarrstraße statt.

Martina von der Brelje-Schulten liest aus der Konferenz der Tiere von Erich Kästner und anderen Büchern der Ausstellung vor. Große und kleine Besucher sind gleichermaßen zum Zuhören und Erfahrungsaustausch willkommen.

Erich Kästner: Die Konferenz der Tiere

Erich Kästners Klassiker mit den Illustrationen von Walter Trier handelt von einer Konferenz, bei der für das Wohl der Kinder gestritten und gesorgt wird. Es sind nicht die Staatsoberhäupter, die diese Konferenz veranstalten. Tiere der ganzen Welt haben sich dieser Aufgabe angenommen.

Jella Lepman

Die Konferenz der Tiere entstand auf Anregung der jüdischen Journalistin Jella Lepman, die in Stuttgart geboren wurde und während des Nationalsozialismus im Exil in London lebte. 1946 kam sie mit einem speziellen Auftrag der amerikanischen Regierung zurück nach Deutschland. Sie kümmerte sich als Beraterin für die kulturellen und erzieherischen Belange der Frauen und Kinder Deutschlands mit dem Ziel, der geistigen Verarmung der deutschen Nachkriegskinder entgegen zu wirken. Eine erste Aktion Jella Lepmans war, weltweit um Bücherspenden zu bitten, aus denen sie eine erste Wanderausstellung für Kinder und Jugendliche zusammenstellte.

Jella Lepman, die in den Nachkriegsjahren die Internationalen Jugendbibliothek gründete, erkannte den engen Zusammenhang zwischen Bild und Buch sehr klar. Sie war in Amerika mit der dort schon etablierten Bilderbuchkultur in Berührung gekommen und hatte festgestellt, dass die erste Stufe des Kinderbuches in allen Ländern nur eine Sprache aufweist - die Bildersprache - und dass sobald die Wortsprache die Bildersprache abzulösen beginnt, die Mauern auch zwischen den Kindern wachsen.

Ausstellung im Stadtmuseum verlängert

Die aktuell im Stadtmuseum aufgebaute Wanderausstellung mit Kinderbüchern für Frieden und Menschlichkeit aus der Internationalen Jugendbibliothek München findet großen Anklang. Gezeigt werden 70 Bilderbücher, die sich auf literarischem und künstlerischem Weg mit der Thematik Frieden beschäftigen. Sie lösen keine kriegerischen Konflikte und beantworten nicht die Fragen nach dem Warum, sie können aber Denkanstöße geben und Gesprächsanlässe sein.

Daher wird die Ausstellung verlängert und bis zum 17. Dezember im Stadtmuseum zu sehen sein.

Der Eintritt ist frei.