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Hannelore Weitbrecht stellt im Galerieverein aus

Der Galerieverein Leonberg e.V. eröffnet am 10. September um 11.15 Uhr die Ausstellung "Hannelore Weitbrecht - Papierobjekte und Installationen". Es handelt es sich um eine Schau, die den sensiblen Blick für die Natur weitet und vertieft.

Nach einer Eröffnung durch Eva Ott führt Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck von der Galerie der Stadt Tuttlingen in die Ausstellung ein.

Papierobjekte und Installationen

In der Arbeit der bekannten Baden-Württemberger Künstlerin Hannelore Weitbrecht (geb. 1952, lebt in Kirchheim unter Teck) geht es nicht um die exakte Darstellung, sondern um das Wesen der Natur, ihre Prozesse und ihre Verwobenheit mit der menschlichen Existenz. Papierobjekte und Installationen lassen beim Betrachter Gedanken entstehen, die sich um die elementaren Dinge des Lebens drehen: Keimen, Ernähren, Wachsen, Früchte tragen, Sterben, und damit um den großen Kreislauf, der auch das Leben und Handeln des Menschen bestimmt. Naturformen stehen metaphorisch für das Leben an sich und damit für den Menschen und sein fragiles organisches Dasein. In einer Installation mit dem Titel "Hortus" kommunizieren Keimlinge, Stauden und Blüten miteinander und deuten verschiedene Stadien des Lebens an.

Kunst und Natur

Wenngleich in der Kunst von Hannelore Weitbrecht die menschliche Figur nicht vorkommt, ist der Mensch dennoch darin zu finden. Der Mensch durch seinen Einfluss auf die Gestaltung der Erde und seine Eingriffe in die Natur in Kulturtechniken, die mit Säen, Sammeln, Sortieren und Lagern von Erntegut zu tun haben. Sie deutet etwa in der Arbeit mit dem Titel "Pflanzenversuchsfeld" auf Tätigkeiten des Menschen, die starke und manipulierende Eingriffe in das von Natur aus Gegebene darstellen. Wenn Samen, Fruchthülsen, Körner, Schoten und Blätter geschichtet, gebündelt, gereiht und in geometrische Anordnungen gebracht werden, fühlt sich der Betrachter zudem an die strenge Systematik und Ordnung der Naturwissenschaften erinnert. Bewusst setzt Hannelore Weitbrecht Kunst und Natur in eine vielschichtige und ambivalente Beziehung, die zum Nachdenken anregt. Die einfühlsam auf die Leonberger Galerieräume abgestimmte Ausstellung vermittelt einen eindrucksvollen Einblick in die subtile Arbeit der Künstlerin.

Die Ausstellung ist zu sehen vom 10. September bis zum 22. Oktober, immer Dienstag bis Donnerstag sowie Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr im Galerieverein, Zwerchstraße 27, Leonberg.