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Führung durch die Skulpturenausstellung auf der alten Autobahntrasse

Am kommenden Sonntag, 20. August, 11.15 Uhr findet auf der alten Autobahntrasse eine Führung durch die Skulpturenausstellung „Grenzüberschreitungen erleben“ der Steinmetz- und Steinbildhauerinnung Ludwigsburg-Böblingen-Rems-Murr mit der Leiterin des Amts für Kultur, Erwachsenenbildung, Sport und Stadtmarketing Christina Ossowski statt.

Treffpunkt ist der Zugang zum Gelände Ecke Blosenbergstraße/Sonnenscheinweg, das Ende der Führung ist am Brombeerweg. Alle Teilnehmer werden gebeten festes Schuhwerk zu tragen, da der Weg über eine naturbelassene Wiese führt.

 

Steinmetze und Steinbildhauer präsentiert auf der renaturierten alten Autobahntrasse ihre Werke

Entgegen den sonst üblichen Orten für Skulpturenpfade in Parks oder im Stadtraum hat sich die Steinmetz- und Steinbildhauerinnung Ludwigsburg-Böblingen-Rems-Murr für ihre Jahresausstellung in Leonberg einen Ort des Übergangs, das einstige Autobahngelände unterhalb des Alten Engelbergtunnels, ausgewählt. Mitveranstalter sind der Bürgerverein Eltingen e.V. und die Stadt Leonberg. Der frühere Asphalt und der tosende Verkehr sind gewichen seit die Autobahn 1999 mit der Eröffnung des Engelbergbasistunnels aufgegeben worden ist. Hier breitet sich nun eine naturbelassene Wiese aus, die mit Eschen, Ahorn und Linden bepflanzt wurde. Die Grünfläche mitten im Stadtgebiet bietet einen großartigen Raum, für die Aufstellung der Steinmetzarbeiten, die eigens für diese Ausstellung entstanden sind. Die Werke werden ein ganzes Jahr (bis zum 3. Juni 2018) auf dem Gelände verbleiben, so dass zusätzlich die meteorologischen Veränderungen die Wirkung der Steinmetzarbeiten beeinflussen können.

 

Ein Dialog zwischen Autos, Straßen und Natur

Gemeinsamer Nenner aller neunzehn Kunstwerke ist ein einheitlicher Sockel aus einem gepressten Schrott-Auto. Dieses umgeformte, seinem Daseinszweck entzogene Automobil bildet einen spannungsreichen Gegensatz zu den Steinarbeiten. In einem längeren Prozess haben sich die beteiligten Steinmetze und Steinbildhauer intensiv mit dieser Vorgabe auseinander gesetzt und unterschiedlichste Bezugspunkte für ihre handwerklich gefertigten Steinskulpturen gefunden. Stationen dabei waren ein gemeinsames Seminar 2014 in Löwenstein und im Jahr 2015 eine intensive Diskussion über die Entwürfe in Form von Modellen im Galerieverein Leonberg. Als Ergebnis findet nun ein faszinierender Dialog zwischen Auto, einstiger Autobahn, heutiger grüner Landschaftsschneise und deren Anwohner statt, an dem die Besucher der Ausstellung Teil haben können.

An der Ausstellung sind 21 Steinmetze und Steinbildhauer beteilig, die aus Leonberg, Ditzingen, Pleidelsheim, Waiblingen, Herrenberg, Böblingen, Magstadt, Backnang, Pforzheim, Schriesheim, Schwieberdingen, Mainhardt, Ludwigsburg und Stuttgart kommen.