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Glas und Bilder von Ursula Huth im Galerieverein Leonberg

Am Sonntag, 2. Juli um 11.15 Uhr eröffnet Oberbürgermeister Bernhard Schuler im Galerieverein Leonberg die Ausstellung „SERENDIPITY. Glas und Bilder von Ursula Huth“. In das Werk der international renommierten Tübinger Künstlerin führt Dr. Jutta Dresch vom Landesmuseum Karlsruhe ein.

Neues Werk "Boxes of Memory"

Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht eine neue, überraschende Arbeit mit dem Titel "Boxes of Memory". In dieser raumgreifenden Installation spürt Ursula Huth jedem einzelnen ihrer Lebensjahre nach. Sie umfasst 65 Glaskästchen, die in einem langen gedanklichen Prozess entstanden sind und einer künstlerischen Bilanz gleich kommen. Der Künstlerin ist jede ihrer Erinnerungen wichtig. Die Spuren ihrer Schlüsselerlebnisse finden sich in den Kästchen wie in einer kleinen Schatztruhe nach Lebensjahren geordnet wieder. Es entsteht ein Kaleidoskop von Gedankensplittern und Erinnerungen an Erfahrungen und Ereignisse - und der Reaktion darauf.

Die Kästchen wirken auf den Betrachter zurück; sie sind ein Angebot zum Gespräch (H. Ricke). Das kleine, fast spielerische Format der "Boxes of Memory" begründet die Künstlerin selbst so: "Mein Ideal, alles Wesentliche in einer Kiste oder einem Koffer bergen zu können, vermittelte mir in den USA eine Sioux Indianerin in Albuquerque. Genau in solch einer Kiste sollen all diese Kästchen geborgen sein. Aus diesen Gedanken ergibt sich die Größe der Objekte ...". Solche Kisten sind die großformatigen Magic Boxes mit dem sprechenden Titel "Siebensachen". Diese geräumigen Truhen bestehen zusammengefügten Flachglasarbeiten, die der aufmerksame Beobachter von Ursula Huths Glasbildern seit vielen Jahren kennt. Man kann diese Truhen öffnen, um seine "Siebensachen" hineinzulegen.

Serendipity

Vor diesem Hintergrund ist auch der Titel der Ausstellung SERENDIPITY zu verstehen. Die Künstlerin setzt auf das Wunder des magischen Moments: Serendipity, dieser glückliche Zufall, der dem widerfährt, der beim Suchen und Forschen etwas ganz anderes, unerwartetes findet und entdeckt.

Zusätzlich zu diesen neuen Arbeiten zeigt Ursula Huth im Leonberger Galerieverein neue Glasbilder und Glasplastiken ebenso wie bemalte Land- und Seekarten. In Glasvitrinen finden sich auch frühe Beispiele ihrer mundgeblasenen Glasobjekte, die sie z.T. bereits 1994 im Leonberger Rathaus und anschließend in der Partnerstadt Belfort gezeigt hat.

Zur aktuellen Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog mit einem Text von Herrn Dr. Helmut Ricke, dem früheren Direktor am Museum Kunstpalast Düsseldorf und ausgewiesenen Kennen der zeitgenössischen Glaskunst.

Die Künstlerin

Die Tübinger Künstlerin Ursula Huth (geb. 1952) hat von 1972-1982 Malerei und Glasgestaltung an der Kunstakademie Stuttgart und an der Rhode Island School of Design in Providence/USA studiert. Seit ihrer ersten großen Einzelausstellung 1991 im Kunstmuseum Düsseldorf beschränkt sie sich nicht nur auf das Arbeiten mit Glas, sie bezieht Malerei, Zeichnung und Metallguss in ihre künstlerische Arbeit ein. Neben zahlreichen Preisen, vielfacher Lehrtätigkeit und zahlreichen Ausstellungen in Deutschland waren ihre Einzelausstellungen international u.a. in Osaka (1992), New York (1992), Tokyo (1998, 2001, 2006), Riihimäki/Finnland (2009) und in Linz/Österreich (2013) zu sehen.

Öffnungszeiten und Führungen

Geöffnet ist die Ausstellung im Galerieverein, Zwerchstraße in Leonberg bis zum 13. August immer dienstags bis donnerstags sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr und für Gruppen nach Vereinbarung (Tel. 07152 990-1400).

Öffentliche Führungen finden an den Sonntagen, 9. Juli und 6. August jeweils um 16 Uhr statt.