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Auf den Spuren des KZ Leonberg 

Führung aus der Reihe "Kennen Sie Leonberg?" mit der KZ-Gedenkstätteninitiative am Sonntag, den 28. Oktober um 11.15 Uhr 

Bei der Führung berichtet ein Mitglied der KZ-Gedenkstätteninitiative entlang verschiedener Stationen des KZ-Gedenkpfades von den Lebens- und Arbeitsbedingungen der KZ-Häftlinge.

Im zweiten Teil der Führung wird die Dokumentationsstätte im alten Engelbergtunnel vorgestellt.

In Leonberg gab es vom Frühjahr 1944 bis zum April 1945 ein von der SS geführtes Konzentrationslager

Es war ein Außenlager des KZ Natzweiler (Elsass).

Häftlinge aus mehr als 23 europäischen Ländern arbeiteten für die Firma Messerschmitt – zwölf Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Die Firma hatte die Produktion der Tragflächen für den Düsenjäger ME 262 in den bombensicheren Autobahntunnel verlagert.

Das Lager selbst befand sich am Ende der Seestraße. Die meisten der Gefangenen kamen zunächst aus dem KZ Natzweiler sowie aus dem KZ Dachau samt Außenlagern, die um die Messerschmitt-Fertigung rund um Augsburg eingerichtet waren. Ende 1944, Anfang 1945 wurden – kurz vor der Befreiung der KZ-Häftlinge aus den großen KZ in Osteuropa durch die Sowjet-Armee – auch Männer aus Auschwitz nach Leonberg verschleppt. Viele der Häftlinge hatten bei Ankunft in Leonberg bereits eine Odyssee durch eine Vielzahl von Konzentrationslagern hinter sich.

An sie erinnert seit dem 8. Mai 2005 eine Gedenkwand mit fast 3.000 Häftlingsnamen vor dem alten Engelbergtunnel.

Treffpunkt ist am kommenden Sonntag um 11.15 Uhr am Haupteingang Alter Friedhof Seestraße, an der Gedenktafel "Weg der Erinnerung".

Die Teilnahmegebühr beträgt 3,50 Euro, Jugendliche bis 16 Jahre sind frei.

Veranstalter: Stadtmarketing und Stadtarchiv