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Agenda-Jahresschwerpunkt 2019 und 2020

Klimaschutz in Leonberg - Umdenken und Handeln

Seit einigen Jahren widmet sich die Lokale Agenda 21 in jedem Jahr einem bestimmten Schwerpunktthema. Es wird jeweils ein Thema gewählt, das die Gesellschaft gerade sehr bewegt und über das intensiv diskutiert wird. In den Jahren 2019 und 2020 wird das Thema "Klimaschutz in Leonberg - Umdenken und Handeln" in den Mittelpunkt gestellt.

Alle Agendagruppen greifen das Thema in ihrer Arbeit auf und laden Leonberger Gruppen, Vereine, Organisationen, Unternehmen und Einzelpersonen dazu ein, sich für den Schwerpunkt zu engagieren und gemeinsam aktiv zu werden.

Unterstützt werden die gemeinsamen Kooperationen und Aktivitäten durch die städtischen Fachämter. Im November 2019 werden beim Jahresfest der Lokalen Agenda 21 die Aktivitäten der Öffentlichkeit präsentiert und gemeinsam ein Jahresabschluss gefeiert - bevor es in 2020 weiter um das Thema geht.

Wie kann man das Klima in Leonberg schützen?

Klimaschutz ist ein sehr weites Feld und muss in vielen Bereichen und von vielen Seiten kommunal, national und international umgesetzt werden. Aber auch im Kleinen - vor Ort in Leonberg - kann einiges bewirkt werden.

Klimaschutz in Leonberg bedeutet:

  • Mikroklima in Leonberg verbessern: Begrünung, blühende Pflanzen statt Schottergärten
  • Natur- und Artenschutz in der Stadt: insektenfreundliche Blumen und Beleuchtung
  • Nachhaltige Mobilität: Umsteigen auf Bus und Rad oder zu Fuß gehen: Carsharing
  • Alternative Energie und Energieeffizienz z. B. beim Heizen und Lüften
  • Bewusstes Verbraucherverhalten: keine Nahrungsmittelverschwendung, regionale Lebensmittel, saisonales Obst und Gemüse, Fleischkonsum
  • Müllvermeidung, Tauschen statt kaufen, Verpackung reduzieren
  • Den ökologischen Fußabdruck verkleinern

Was ist der ökologische Fußabdruck?


Der ökologische Fußabdruck zählt alle Ressourcen, die für den Alltag benötigt werden, und zeigt auf, wie viel Fläche benötigt wird, um all die Energie und Rohstoffe zur Verfügung zu stellen.

Anschließend wird dieser Flächenverbrauch auf alle Menschen hochgerechnet und mit den auf der Erde real verfügbaren Flächen verglichen. Somit stellt der Fußabdruck nur quantitativ die CO2 Bilanz dar, sondern auch qualitativ den Flächenbedarf. Zudem ist der Ökologische Fußabdruck ein Angebot- und Nachfrage-Modell, welches anschaulich widerspiegelt, wie groß die Biokapazität der Erde ist (also was wir von ihr nutzen können) und wie viel die Menschheit von ihr nutzt.

Alle 2 Jahre, zuletzt im Oktober 2014, veröffentlicht der WWF den Living Planet Report, welcher den Verbrauch der Erde nach Nationen aufzeigt. Das Ergebnis für Deutschland: Wenn alle Menschen so leben würden wie wir, bräuchten wir 2,6 Erden, denn der deutsche Fußabdruck liegt bei etwa 5 Hektar. Der gerechte Ökologische Fußabdruck liegt jedoch bei 1,7 Hektar.


Ihr Beitrag zum Klimaschutz? Testen Sie Ihren ökologischen Fußabdruck

Hier der Rechner für Einsteiger von “Brot für die Welt“

Hier der Rechner für Fortgeschrittene vom Global Footprint Network


Wer seinen Fußabdruck offline testen will, findet hier einen Fragebogen dazu.

Konkrete Projekte zum Mitmachen

Patenschaften für Grün- und Blühflächen, urban gardening


Kennen Sie eine Fläche, die brach liegt und die Sie - vielleicht zusammen mit anderen - gerne bewirtschaften, gestalten oder pflegen möchten? Dann melden Sie sich beim städtischen Agendabüro (Kontakt siehe unten). Hier erhalten Sie weitere Informationen.

Es besteht bereits das Projekt "Gartenpaten" in Leonberg, betreut durch das städtische Tiefbauamt. Wir laden dazu ein, sich in dieses Projekt einzubringen durch bürgerschaftliches Engagement - ein Einstieg ist jederzeit möglich. Bei der Planung und Bereitstellung von Pflanzen usw. werden Sie professionell unterstützt von erfahrenen Fachkräften vom städtischen Tiefbauamt.

Eingeladen sind Einzelpersonen und Gruppen, Schulklassen, Kindertagesstätten und Vereine.


Projekte, Aktionen, gemeinsame Aktivitäten zum Klimaschutz

Viele weitere Aktivitäten zum Klimaschutz in Leonberg sind möglich, zur Mobilität, Energieeffizienz, zum nachhaltigen Konsum, zur Müllvermeidung, eine Aktion "zero waste", oder die Nutzung einer "app Too Good To Go".

Ihre eigenen kreativen Ideen für Projekte und Gruppen-Aktivitäten sind herzlich willkommen. Es dürfen auch Einzelaktionen zum Jahresthema stattfinden, wie z.B. Vorträge, Führungen, Tauschbörsen, Aktivitäten zur Müllvermeidung und weitere Mitmach-Aktionen.



Begleitende Veranstaltungen zum Jahresschwerpunkt

Auszug aus unserem Veranstaltungskalender


Überregionale Projekte und Aktionen

Deutsche Umwelthilfe startet Negativpreis gegen Verpackungswahnsinn: Verbraucher können die unsinnigsten Einweg-Plastikverpackungen nominieren

Verpackungsmüll aus Plastik hat sich in den vergangenen 25 Jahren von 19 auf 37 kg pro Kopf und Jahr verdoppelt. Die Deutsche Umwelthilfe führt daher den Negativpreis "Goldener Geier" ein, um auf den alltäglichen Verpackungswahnsinn aufmerksam zu machen und den Plastikmüllberg zu verringern.

Die Bevölkerung hat Beispiele von unsinnigen Plastikverpackungen über die sozialen Medien eingereicht. Jetzt haben Sie es in der Hand: Wer bekommt den Goldenen Geier 2019? Stimmen Sie ab bis 30. August!

Mehr zum Negativpreis "Goldener Geier" finden Sie hier auf der Internetseite der Deutschen Umwelthilfe.


Kontakt, Infos und Anmeldung

Städtisches Agendabüro, Ariane Gerhard, Bürgerzentrum Stadtmitte, Neuköllner Str. 5, Leonberg, Tel. 07152 990 4977, a.gerhard@leonberg.de