Seiteninhalt

Einblicke Bürgerzentrum Stadtmitte

„Eine Oma geht von Bord“ - Die Hobbygroßeltern bekommen eine neue Leitung

17 Jahre lang hat  Anneliese Schad die engagierte Gruppe der ehrenamtlichen Hobbygroßeltern im Bürgerzentrum geleitet. Was einst als Angebot für einkaufende Eltern im Leo-Center begann, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer beliebten, stets verlässlichen Einrichtung für Kinder aus der Nachbarschaft : jeden Freitag von 15 bis 17 Uhr ist die Türe im Bürgerzentrum Stadtmitte für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren geöffnet.

Gewürdigt wurde Frau Schads Einsatz als "Großmutter" ehrenhalber nicht nur vom Management des der Gruppe sehr verbundenen Leo-Centers, sondern auch von Erstem Bürgermeister Dr. Ulrich Vonderheid.

Eine Nachfolge ist bereits gefunden: Ulrike Breimaier vom Verein Stadtlicht e.V., die bislang den Kids Treff für ältere Kinder geleitet hat, wird die Leitung der Gruppe ab Januar 2015 übernehmen. Ihr großes Anliegen ist es, die kleinen Menschen zu begleiten und  ihnen Werte fürs Leben mitzugeben.

Highslide JS

Bürger aktiv - Einblick BZS - Hobbygroßeltern bekommen eine neue Leitung




Rawas bunte Kreativwelt- eine Irakerin engagiert sich ehrenamtlich

So hell und sonnig wie die Kreativwerkstatt im Atrio Leonberg waren die vergangenen Jahre im Leben der gebürtigen Irakerin Rawa AlSalihy nicht. Derzeit hilft sie ehrenamtlich im KreativWerk Höfingen aus, wo Menschen mit Behinderung malen, zeichnen, formen. Die quirlige Frau mit dem freundlichen Lachen wird ernst, wenn sie ihre Geschichte erzählt.

Ein neuer Start in Deutschland
Ihre Familie gehört zur verfolgten Gemeinschaft der Mandäer. Ihr Mann war als erster nach Deutschland ausgereist, Rawa und die beiden Söhne folgten ein Jahr später, über Jordanien. Mitnehmen konnten sie nichts – außer Erinnerungen: an Rawas erfolgreiches Studium als Kunstdesignerin, an die Existenz ihres Mannes als Ingenieur, an die gute Schulbildung der Kinder. In Deutschland fingen sie von vorne an, durch ein Netzwerk von Helfern aus Schule und Kirche unterstützt. Heute leben sie in Renningen.

„Ach, die schwere deutsche Sprache“, seufzt Rawa, wohlwissend, dass sie für einen Berufseinstieg passable Sprachkenntnisse braucht. Mann und Söhne beherrschen Deutsch, Rawa hat sich fest vorgenommen, einen VHS-Abschluss innerhalb von drei Monaten zu erreichen. Ihr Traum ist es, mit ihren Designideen kompetente Ansprechpartner in der lokalen Wirtschaft zu finden.

Frühe Erfolge im Bürgerzentrum Stadtmitte
Am liebsten ist Rawa kreativ tätig. Im Leonberger Bürgerzentrum fiel sie in der Specksteingruppe durch ihre außergewöhnlichen Arbeiten auf, darunter eine Fussballtrophäe zur WM.  Seit sechs Wochen kann sie ihren Einfallsreichtum in der Kreativwerkstatt des Atrio einsetzen. „Sie ist handwerklich und künstlerisch sehr begabt und hat tolle Ideen“, meint die zuständige Gruppenleiterin Elisabeth Berta.

Die behinderten Teilnehmer der Arbeitsgruppe lieben Rawa. Ihre Fröhlichkeit und ihr Einfallsreichtum sind einfach ansteckend. Und von den Kunstschaffenden kann Rawa auch noch ewas  lernen, nämlich die deutsche Sprache – und die schwäbische Geduld.

Highslide JS

Rawa AlSalihy




Grau raus – bunt rein: Die Terrasse des Bürgerzentrums wird zur Blumenlandschaft

Welche Wunderwirkung Farbe auf grauem Beton hat, kann man gerade auf der Terrasse am Bürgerzentrum Stadtmitte erleben: Unter der Leitung der erfahrenen Kunsttherapeutin Brigitte Guggenbiller verwandelte das fünfköpfige Team der Malgruppe „Aufbaukurs Kunst“ des Atrio Leonberg e.V. Beton in bunte Landschaften. Blumen, Bäume, fröhliche Fische in Volltonfarbe laden künftig zum Verweilen ein, ein tolles Angebot für die rund 60 Gruppen, die sich im BZS treffen. Jetzt können sie bei schönem Wetter im Freien tagen.

Mitschaffende aus der Umgebung
Ergänzt und unterstützt wurde das Team von weiteren Engagierten, die sich beim Malen eingebracht haben: Ursula Bartholmess, eine engagierte Kunstschaffende aus Renningen, die sich auch schon beim „bunten Stuhlprojekt“ engagiert hat und Rawa Al Salihi aus dem Irak, die seit zwei Jahren in Deutschland lebt und sich ehrenamtlich engagiert.

Mit von der Partie war auch Samira aus Afghanistan, seit acht Monaten lebt sie in Leonberg. Mit Feuereifer erledigt die 24jährige hier ihren gemeinnützigen Dienst und ist immer dort zur Stelle, wo Hilfe gebraucht wird. „Es ist so eine große Freude, helfen zu können“, sagt sie in einwandfreiem Deutsch und strahlt.

Eine genussreiche Belohnung
Bei strahlendem Sonnenschein und tropischen Temperaturen wurde die bemalte Terrasse am 21. Juli feierlich eingeweiht. Gemeinsam mit Erstem Bürgermeister Dr. Ulrich Vonderheid und den Verantwortlichen der mitwirkenden Organisationen durfte das Malteam großes Lob und viel Bewunderung ernten für die kreativen Ideen und bunten Motive.

So zeigt sich die bunte Terrassenwand als passende Ergänzung zu den bunten Stühlen, die vor einigen Jahren beim „Stuhlprojekt“ entstanden sind.

Highslide JS

Terassenprojekt Collage

Highslide JS

Terassenobjekt - Abschluss




Eine Perle nimmt Abschied
Elisabeth Zupka geht in den Ruhestand


30 Jahre lang stand Elisabeth Zupka in den Diensten der Stadtverwaltung. Ab 1985 sorgte sie in der August- Lämmle- Schule für Ordnung, seit 1991 war sie die gute Seele des Bürgerzentrums Stadtmitte. Zu ihrer Verabschiedung am 17. Dezember kamen alle, die sie schätzen – und daher blieb im festlich gedeckten Saal des Bürgerzentrums kein Stuhl frei. Vertreter der Stadt und der vielen Gruppen des Bürgerzentrums waren erschienen, um ihre “Hausperle“ in den Ruhestand zu verabschieden.

„Lebensfreude und Menschenliebe“ attestierte Amtsleiterin Gabriele Schmauder der Ehrenperson, die unermüdlich und mit großer Gewissenhaftigkeit für das Wohlergehen des Bürgerzentrums und seine Besucher sorgte. Fröhlich radelte sie täglich zu ihrem „zweiten Zuhause“, das unter ihrem Regiment blitzte und glänzte. Wer Kummer hatte, war bei ihr gut aufgehoben, sie sorgte sich um alle, denen es nicht gut ging. Nur schweren Herzens lässt das Bürgerzentrum seine gute Seele ziehen, nicht ohne ihr das Versprechen abgenommen zu haben, sich immer wieder einmal auf einen Kaffee und ein Schwätzle in ihrer ehemaligen Wirkungsstätte einzufinden.

Highslide JS

Elisabeth Zupka




Plakatausstellung „Frauen Arbeit“

Eine historische Plakatausstellung mit aktuellem Bezug

Der Umzug in den Rathausneubau brachte es an den Tag: In einer Kiste vergraben lagen 12 Plakate zum Thema Frauenarbeit, 1995 von der damaligen Gleichstellungsbeauftragen in Auftrag gegeben, aber nie ausgestellt.

Renate Strauss, Sprecherin der Agendagruppe Frauen für Gleichberechtigung griff sofort zu. „Die Plakate müssen hier im Leonberger Bürgerzentrum gezeigt werden“, stand für sie fest, „denn viele Aussagen sind heute noch aktuell.“

Zur Eröffnung am 23. Februar hatten die Veranstalter Dagmar Sowa eingeladen, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Jobcenter Leonberg. Stimmt es heute, was die Plakate vor 20 Jahren so optimistisch verkündeten? Dass Frauen im Kommen sind, dass ohne Frauen kein Staat zu machen ist? Die aktuelle Situation der Ausbildungsmöglichkeiten und Arbeitsbedingungen in Leonberg und im Landkreis hat sich durch die Gesetzgebung für Frauen verbessert, aber die Ungleichheit beim Stundenlohn verglichen mit der Entlohnung von Männern existiert immer noch. Und dass viele Frauen wegen der Kinderbetreuung schlechter bezahlte Teilzeitstellen annehmen, ist ein Fakt. Wie steht es mit Frauen als Führungskräfte? Mit einer Quote von 22,5 % liegt Baden-Württemberg im Bundesdurchschnitt auf dem letzten Platz.

Die Plakate bieten Stoff zum Nachdenken. Was hat sich zum Besseren verändert, welche Maßnahmen stehen noch aus? Der Besuch des BZS lohnt – für Frauen und für Männer.

Veranstalter:
Agendagruppe Frauen für Gleichberechtigung und Bürgerzentrum Stadtmitte

Ausstellungsort:
Bürgerzentrum Stadtmitte, Neuköllnerstr. 5, Leonberg

Ausstellungsdauer:
bis 30. April 2017

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr
Freitag von 09.00 bis 12.00 Uhr

Highslide JS

Plakatausstellung FrauenArbeit