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Ein besonderes Benefiz–Konzertereignis ist das Gesprächskonzert mit dem Komponisten Helmut Lachenmann für unsere Stadt, das im Leonberger Theater im Spitalhof am Freitag, 17. März, 19.30 Uhr, stattfindet. Der Eintritt zu diesem Benefizkonzert – Tastenpatenschaft ist frei.
Spenden erwünscht. Die Spenden kommen dem Kauf eines hochwertigen Flügels zu Gute für die Jugendmusikschule Leonberg. Der Jugendmusikschule– Förderverein stieß dafür das Projekt Tasten-Patenschaft an. Da die Plätze im Theater im Spitalhof begrenzt sind, sind die Konzertbesucher gebeten, entweder frühzeitig zu kommen oder sich bei der Jugendmusikschule Leonberg eine Karte zu reservieren unter der Rufnummer 07152 / 990 1471 oder unter jms@leonberg.de .

Aufgeführt werden folgende Werke:

Helmut Lachenmann „Ein Kinderspiel“ für Klavier (1980) und „Got Lost“ für Sopran (2008)
Anton Webern Op. 25 „Drei Lieder“ für Gesang und Klavier
Jan Kopp „Schwellen“ für Sopran und Klavier (2011/2015)

Helmut Lachenmann wird in die Werke einführen.
Es wirken mit: Yuko Kakuta, Sopran, Kammersängerin an der Staatsoper Stuttgart sowie Yukiko Sugawara, Klavier.

Singstimme mit Klavier- Klavier mit (und ohne...)Singstimme: Das Programm verbindet ein hochexpressives Werk der "Wiener Schule" mit daran anknüpfenden Kompositionen der Gegenwart: Musik von Helmut Lachenmann und Jan Kopp, Lachenmanns hoch geschätztem ehemaligem Schüler. Bei den Werken Kopps handelt es sich um eine Uraufführung. Allessamt Werke, in denen Ausdruck ins „Sprachlose“ gesteigert wird und umschlägt in weiträumige Klang-Landschaften: Musik als Hör-Abenteuer.

Helmut Lachenmann, einer der namhaften Komponisten Deutschlands, lebt seit vielen Jahren mit seiner Familie in Leonberg-Höfingen

Helmut Lachenmann, der einzige Schüler des bekannten italienischen Komponisten Luigi Nono unterrichtete u.a. an der Musikhochschule Stuttgart, an der Musik-Akademie der Stadt Basel und an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Wesentlichen Einfluss auf seine Kompositionsmethode hatte darüber hinaus Karlheinz Stockhausen während der sogenannten „Kölner Kurse“.

Für sein kompositorisches Schaffen erhielt Helmut Lachenmann zahlreiche Ehrungen, u.a. den Ernst von Siemens Musikpreis (1997), den Royal Philharmonic Society Award London (2004), den Berliner Kunstpreis (2008) sowie den Leone d´oro der Biennale di Venezia. 2010 wurde er durch den Prince of Wales zum Fellow der Royal Academy of Music London ernannt, erhielt 2011 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen für sein musikalisches Lebenswerk, mit dem er folgende Komponistengenerationen nachhaltig beeinflusst, und 2012 erhielt er den französischen Dienstorden „Arts et Lettres“. Helmut Lachenmann ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

Yukiko Sugawara

Die japanische Pianistin Yukiko Sugawara verbindet eine enge Zusammenarbeit mit den zeitgenössischen Komponisten Helmut Lachenmann und Mark Andre. Ihre Interpretation von Helmut Lachenmanns Serynade erhielt 2001 den Preis der Deutschen Schalplattenkritik. Sie spielt regelmäßig auf internationalen Festivals für Neue Musik, darunter die Donaueschinger Musik Tage, die Darmstädter Ferienkurse, Festival Autumn in Paris, Holland Festival sowie Akiyoshidai-Musical Days. Neben ihrer Tätigkeit als Solistin tritt sie in diversen kammermusikalischen Formationen auf. Von 2003 bis 2005 war sie Gastprofessorin für Klavier und Kammermusik an der Hochschule für Musik Saar. Sie wurde u.a. mit dem Kranichsteiner Musikpreis ausgezeichnet.

Yuko Kakuta

Yuko Kakuta, Sopran, geboren in Himeji, Japan, studierte Gesang in Osaka und in Kyoto sowie an der Universität der Künste in Berlin. Bei den Festspielen in Aix-en-Provence hatte sie ihr Debüt als Hermina. Nach einem Festengagement an der Staatsoper Hannover ist sie seit 2006 / 7 im Ensemble der Oper Stuttgart tätig. 2016 erfolgte ihre Ernennung zur Kammersängerin. Sie war Solistin der zeitopern – Produktion GOT LOST mit Musik von Helmut Lachenmann und gastierte mit dieser Produktion am Theater in Bern. An der Oper Stuttgart ist sie derzeit als Despina (Cosi fan tutte), als Morgana (Alcina) sowie in den Neuinszenierungen von Pique Dame als Mascha/ Chloe und von Orpheus in der Unterwelt als Cupido zu sehen.

Jan Kopp

Geboren 1971 in Pforzheim, war Jan Kopp von 1987 bis 1991 Vorstudent bei Wolfgang Rihm. Er studierte Germanistik und Musikwissenschaft in Heidelberg und absolvierte 1998 bis 2002 in Stuttgart ein Kompositionsstudium bei Helmut Lachenmann und Marco Stroppa, wo er seither als freischaffender Komponist, Musikpublizist und Pädagoge lebt.

Aufführungen im In- und Ausland (Schweiz, Südkorea, Argentinien, Uruguay), u. a. durch die Neuen Vocalsolisten, das Ensemble Modern, das Ensemble Mosaik, die Schola Heidelberg und das Ensemble Phorminx. Texte für Konzertveranstalter, CD-Labels, Lexika und Rundfunkanstalten. Seit 2002 Initiator und Dozent zahlreicher Jugendprojekte zur Vermittlung zeitgenössischer Musik. Kompositionsaufträge erteilten ihm u.a. das Staatstheater Stuttgart, das Siemens Arts Program, der SWR, das Orchester der TH Darmstadt, die Neuen Vocalsolisten Stuttgart, das KlangForum Heidelberg und das Phorminx Ensemble.
Für sein kompositorisches Schaffen wurde Kopp mehrfach ausgezeichnet, so 1995 durch den Preis der Deutschen Klavierbauindustrie für Klangschatten/ Schwarzer Block, den 1. Preis der "3. Weimarer Frühjahrstage für Neue Musik" 2002 für Achmatowa-Madrigal sowie eine Einladung zum 7. Nachwuchsforum des Ensemble Modern für Achmatowa-Lied. Er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes (1994-98), der Darmstädter Ferienkurse (1998), der Mozartstiftung Frankfurt/Main (2000/2001), der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR (2006) und der Kunststiftung Baden-Württemberg (2006).

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