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FAL Aktuell
Dezember 2016





Mursal Rasekh aus Afghanistan - ein Glücksfall für den Kindergarten

Ein Vormittag im Clara-Grunwald-Kindergarten in der Gartenstadt. Mehr als 50 aufgeweckte Kinder wuseln in den drei Räumen herum, und mitten in dem munteren Treiben sitzt auf einem Kinderbänkchen die 25-jährige Mursal Rasekh, gebürtig aus Afghanistan. Seit Juli 2015 betreut sie vormittags die Kinder gegen einen kleinen Stundenlohn. Im September 2014 hatte Mursal mit ihrer Mutter und einer ihrer Schwestern ihr Heimatland verlassen, zu gefährlich war die Lage durch kriegerische Kämpfe geworden.

Ausgebildet als Biologielehrerin
Über ihr Leben seit ihrer Ankunft erzählt Mursal in bestem Deutsch. In Afghanistan ausgebildet als Biologielehrerin, hatte sie sich gleich nach ihrer Unterbringung in der Gemeinschaftsunterkunft in der Rutesheimer Straße um Deutschkurse bemüht, mit dem festen Vorsatz, auch weiterhin mit Kindern zu arbeiten. Der Clara-Grunwald-Kindergarten lag für sie damals um die Ecke. Heute leben die drei Frauen in einer Wohnung im Stadtzentrum „Es gefällt mir in Leonberg sehr, aber meine größte Freude ist der Umgang mit den Kindern“, sagt sie und verteilt Schablonen zum Ausmalen an die kleinen Jungs und Mädchen, viele von ihnen aus fernen Ländern.

Die Kinder lieben Mursal
„Mursal Rasekh ist für uns ein Glücksfall“, konstatiert Sandra Fink, die Leiterin des Kindergartens. „Sie ist eine Bereicherung für unser Team durch ihre offene, sympathische Art und ihre Fähigkeit, sich auf die neuen Umstände einzustellen. Die Kinder lieben sie!“ Noch wartet die junge Frau aus Afghanistan auf ihre Aufenthaltsgenehmigung, die der Mutter und Schwester bereits erteilt wurde. Die beiden Frauen arbeiten im Leonberger Diakonieladen, wo auch Mursal für ein halbes Jahr nach ihrer Kindergartenarbeit geputzt hat. Aber im Blick hatte sie stets das Ziel, die dreijährige Ausbildung zur Erzieherin zu machen. Die B2-Deutschprüfung steht Ende Januar bevor - dafür nimmt sie nachmittags privat Unterricht - und danach die Bewerbung im Berufsschulzentrum für einen Ausbildungsplatz. Wer sie kennt, weiß: Mursal schafft das!

Foto: privat



Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit im Clara-Grunwald-Kindergarten? Auskunft gibt Sandra Fink (E-Mail: fin@leonberg.de).

Das Netzwerk Gartenstadt sucht überdies dringend Betreuung für die Dienstag- und Donnerstag–Spielgruppen der Flüchtlingskinder. Info unter E-Mail:
netzwerk-gartenstadt@gmx.de.

 

Freunde üben Rücksicht – ein Gewaltpräventionsprojekt an der Ostertag-Realschule

Sechs Jahre ist es her, dass sich eine Gruppe engagierter Eltern an der Leonberger Ostertag-Realschule überlegte, wie man auf Gewalt in der Schule schon früh Einfluss nehmen kann. Schnell stießen sie auf f.ü.r. Freunde üben Rücksicht, ein bundesweit tätiger Verein, ebenfalls von Eltern vor 15 Jahren ins Leben gerufen.

Gewalt ist nie eine Lösung
Der Verein liefert Eltern das „Handwerkszeug“ für das Projekt: ein Programm mit Rollenspielen, Gruppenarbeit und kurzen Filmen. Für Kinder in der 5. und 6. Klasse gibt es f.ü.r. 1, für die älteren Schüler in der 5. und 7. Klasse f.ü.r. 2. Ein Team von vier Erwachsenen - Eltern, Ehrenamtliche und Klassenlehrer - bringt den Kindern an einem Vormittag nahe, dass Gewalt nie eine Lösung ist. „Anfangs waren wir nervös, als wir vor 30 Kindern standen“, berichtet eine Mutter, „aber dann hatten wir so viel Spaß, wie wir es nie für möglich gehalten hätten.“

Zivilcourage kann man lernen
Gewalt kommt nicht nur in Form von Vandalismus vor, sondern auch subtil in gehässigen Bemerkungen, Ignorieren eines Mitschülers oder das Bloßstellen im Netz. Wer anders ist, wird gehänselt, den Mut einzuschreiten, bringt kaum jemand auf. Das f.ü.r.-Projekt ermuntert zu offenem Umgang miteinander und zu Zivilcourage.



Verstärkung gesucht: Wer Freude am Umgang mit Kindern hat, erleben möchte, wie Respekt und Achtung unter Schülern entstehen (und sich ein Schulleben lang halten), wird die abwechslungsreichen Vormittage mögen. Die wenigen Vormittagseinsätze sind übers Jahr verteilt. Eine eintägige Schulung und fortlaufende Begleitung sind selbstverständlich.

Interesse an diesem Ehrenamt?
Kontaktieren Sie Susanne Hacket
E-Mail: susanne.hacket@yahoo.de.

 

Neu im Ehrenamt: Bärbel Hartmann

„Ich komme wieder“, war die klare Aussage von Bärbel Hartmann, als sie zum Schnuppern die Demenzgruppe der Sozialstation in der Au besucht hatte. Im Januar hatte die Leonbergerin, die mehr als ein Vierteljahrhundert als Arzthelferin tätig war, einen Tipp erhalten: Das Begegnungscafé für Menschen mit Demenz sucht Unterstützung. Der Hinweis kam von ihrer ehemaligen Arzthelfer-Kollegin Karin Krämer, die derzeit in der FreiwilligenAgentur Leonberg interessierte Freiwillige an Organisationen vermittelt.

Engagement für ältere Menschen
Schon während ihrer Berufszeit hatte sich Bärbel Hartmann für Senioren und Seniorinnen engagiert, hatte lange die beliebten bunten Seniorennachmittage in Eltingen mit gestaltet. Das Beispiel ihrer pflegebedürftigen Mutter führte ihr damals klar vor Augen, dass ehrenamtliches Engagement das Leben der Heimbewohner freundlicher und bunter gestalten kann, durch Spaziergänge, Gottesdienstbesuche, Kaffeenachmittage. Also wollte Bärbel Hartmann für die Zeit nach dem Beruf weiterhin etwas für ältere Menschen tun.

Gekommen, um zu bleiben
Jeden Dienstagnachmittag ist sie jetzt im Begegnungscafé für Menschen mit Demenz zu finden, das für die Helfer mit dem liebevollen Arrangieren der Dekoration um 13.30 Uhr beginnt und mit der Verabschiedung der Besucher um 17 Uhr endet. Bevor um 15 Uhr Kaffee und Kuchen auf dem Tisch stehen, wird Sitzgymnastik gemacht, danach das jahreszeitlich geprägte Thema des Nachmittags bekannt gegeben. Es wird gespielt, gemalt oder gesungen. „Mir ist keine Sekunde langweilig“, erzählt Bärbel Hartmann, „wir sind eine so nette Gruppe, ich kann mir den Dienstag ohne sie nicht mehr vorstellen. Ich bin gekommen, um zu bleiben!“

Neuer Treffpunkt seit November
Noch angenehmer ist seit November der Aufenthalt im Begegnungscafé geworden. Die Gruppe ist in den ehemaligen, frisch renovierten Sonnenschein-Kindergarten in der Schlegelstraße umgezogen. Einen neuen Namen hat der Treffpunkt für Menschen mit Demenz auch bekommen: „Begegnungsstätte Sonnenschein“.

Foto: privat



Sozialstation Leonberg
Maria-Straif-Haus
In der Au 10
71229 Leonberg
Tel. 07152/9203-0
E-Mail:
info@sozialstation-leonberg.de
www.sozialstation-leonberg.de

 
 

Aktuelle Ehrenämter

Über 170 Ehrenämter in Leonberg und in den Teilorten Gebersheim, Warmbronn und Höfingen sind aktuell im Online-Katalog der Möglichkeiten der FreiwilligenAgentur Leonberg gelistet.

Neu dabei sind gleich drei Ehrenämter von Atrio Leonberg - Wohnbereich Verbund Stadtmitte in der Bismarckstraße 21:

Darüber hinaus freut sich das Netzwerk Gartenstadt über Mitmacher im Projekt meet-einander. Ein von ehrenamtlichen Mitarbeitern organisiertes Angebot, das sich an alle Flüchtlinge und Asylbewerber, unabhängig vom Anerkennungsstatus, wendet. "meet-einander" findet jeden Freitag von 15.00 bis 17.00 Uhr in der Pauluskirche, Robert-Koch-Straße 1, statt. Es wird gebastelt, gesungen, Gesellschaftsspiele und Tischkicker gespielt u.v.m. Bei Kaffee und Kuchen kommt man mit den Flüchtlingen und Asylbewerbern in Kontakt - diese bekommen die Gelegenheit, ihre neu erworbenen Deutschkenntnisse anzuwenden.



Das FAL-Team berät Sie gern. Kommen Sie während der Sprechzeiten im Bürgerzentrum Stadtmitte vorbei oder kontaktieren Sie uns telefonisch (07152 3099-26 oder -77) oder per E-Mail unter freiwilligenagentur@leonberg.de.
 
 

Patenprojekt der August-Lämmle-Schule

Seit 2010 gibt es an der August-Lämmle-Schule (ALS) im Ramtel Tandem-Gespanne aus ehrenamtlichen Patinnen und Schülerinnen sowie Paten und Schülern. Wer sich in der 9. Klasse für das Patenprojekt meldet, tut das ganz freiwillig. Vielen Jugendlichen ist klar, dass der Übergang von der Schule in einen Beruf ein bedeutender Schritt im Leben und die richtige Entscheidung oft lebensbestimmend ist. Jetzt werden wieder Patinnen und Paten für das Schuljahr 2016/17 gebraucht.

Vertrauen und Respekt auf beiden Seiten
„Ich denke, dass mir meine Patin bei der Berufswahl helfen kann, weil ich überhaupt nicht weiß, was ich werden will“, hofft eine Jugendliche. Aber bevor das Tandem-Gespann loslegt, lernen sich Jugendliche und Erwachsene erst einmal an einem Abend näher kennen – die Chemie muss stimmen, Vertrauen und Respekt auf beiden Seiten sind die Grundlage für eine erfolgreiche gemeinsame Zeit. Nach dem ersten Kontakt werden Verabredungen getroffen, wobei die Helfer auf professionelle Unterstützung der Schule, des bestehenden Patennetzwerks und natürlich der anderen Paten zurückgreifen können.

Guter Erfolg und hohe Zufriedenheit
Einen guten Schulabschluss hinbekommen, Ausbildungsmöglichkeiten sondieren, Bewerbungsschreiben formulieren, die eigene Person präsentieren lernen – und einen Menschen zum Reden zu haben – das sind Wünsche der Jugendlichen. Nicht alles will man zu Hause diskutieren, die unvoreingenommene Sicht einer/s ehrenamtlichen Patin/Paten ist den Schülerinnen und Schülern wichtig. 60 Patinnen und Paten haben bislang die Jugendlichen begleitet, die Erfolgsquote ist hoch. Und hoch ist auch die Zufriedenheit der Patinnen und Paten. „Von einer 15-Jährigen können wir auch noch etwas lernen“, meint eine langjährige Patin.

Foto: August-Lämmle-Schule



Wie sieht die Unterstützung der Paten aus? Was erwartet die Ehrenamtlichen bei dieser Aufgabe? Und welche Erfahrungen haben Paten und Patenkinder gemacht? Informieren Sie sich einfach in einem unverbindlichen Gespräch. Die Schülerinnen und Schüler der August-Lämmle-Schule freuen sich auf Ihre Unterstützung.

Kontakt über die Schulleitung (Herr Wetterauer, Tel. 07152/9904844), die Schulsozialarbeit (Frau Schüller-Tietze Tel. 07152/979174865) oder über die Patenkoordination (E-Mail: paten@als-leonberg.de)

 
 

Ein Zuhause für alte Menschen: Das Samariterstift hilft in jeder Lage

Auf eine fast 70-jährige Geschichte kann das Samariterstift in der Seestraße zurückblicken. Nach dem Krieg 1948 am Blosenberg gegründet, hat sich das damalige „Altenheim“ in ein modernes Zuhause für derzeit 122 Bewohner gewandelt. Heute sind die Unterbringungsmöglichkeiten für die Senioren und Seniorinnen genauso vielfältig wie ihre Bedürfnisse. Seniorenwohnen für rüstigere Menschen, Kurzzeitpflege beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt, Tagespflege, wenn das Wohnen zuhause noch möglich ist, und Dauerpflege - die beiden hell und freundlich eingerichteten Häuser bieten alten pflegebedürftigen Menschen Komfort und die Möglichkeit zur Geselligkeit.

Auf jedem Stockwerk gibt es gemütliche Sitzecken, offene Küchen, Lese- und Aktivitätsecken. Im Haus 72 schaffen kleine Hausgemeinschaften von 12 bis 13 Bewohnern eine familiäre Atmosphäre. Im Erdgeschoss werden Menschen mit fortgeschrittener Demenz betreut.

Attraktive Angebote für die Bewohner
Michaela Steidle arbeitet seit 1998 im Sozialdienst des Samariterstifts und bemerkt Veränderungen. „Heute entschließen sich die Menschen erst spät zu einem Umzug in Einrichtungen wie die unsere“, berichtet sie. „Das heißt, dass der Altersdurchschnitt gestiegen ist, wir haben auch Hundertjährige hier.“ Und die Warteliste für alle Bereiche ist länger geworden.

Die attraktiven Angebote für die Bewohner haben sich herumgesprochen: der Heimrundfunk „Radio Seestraße“, sonntägliches Kaffeetrinken in der Cafeteria, eine Heimzeitung und ein Internetcafé, das Kraft- und Balancetraining und vieles mehr. Über hundert Ehrenamtliche sorgen für Abwechslung, auch bei den beliebten Feiern: Das sommerliche White Dinner ist mittlerweile stadtbekannt und im Herbst gibt es ein zünftiges Oktoberfest.

Foto: Samariterstift




Kaffeetrinken auch in der Woche
„Über weitere Freiwillige würden wir uns riesig freuen“, meint Michaela Steidle, „dann könnten wir beispielsweise auch wochentags Kaffee und Kuchen in der Cafeteria anbieten.“

Außerdem benötigen zwei besondere Bewohner des Samariterstifts ehrenamtliche Unterstützung: Franzi und Sternchen, die beiden hauseigenen Schafe, hätten auch am Wochenende gerne einen gut gefüllten Futtertrog.

Kontakt per E-Mail an: michaela.steidle@samariterstiftung.de

 
 

Allgemeine Hinweise
 
Redaktion
Suzanne Koranyi-Esser, Julia Weller, Ariane Gerhard 
 
Kontakt
FreiwilligenAgentur Leonberg, im Bürgerzentrum Stadtmitte, Neuköllner Str. 5, 71229 Leonberg
Telefon: 07152 3099-26 oder 3099-77, E-Mail Freiwilligenagentur@leonberg.de, Internet www.leonberg.de/FAL

 
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Dienstags 10 bis 12 Uhr und jeden ersten Mittwoch im Monat von 17 bis 18 Uhr - Termine auch nach Vereinbarung
 
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