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28.06.2020

Engelbergtunnel: Start der 2. Bauphase wird verschoben 

Der Beginn der zweiten Bauphase am Engelbergtunnel verschiebt sich aufgrund der Corona-Pandemie voraussichtlich bis Mitte August. 

Engpass bei Personal und Material

Der Beginn der zweiten Bauphase am Engelbergtunnel verschiebt sich aufgrund der Corona-Pandemie voraussichtlich bis Mitte August.

Grund hierfür ist, dass Personal und Material infolge der momentanen Einschränkungen nicht verfügbar sind, heißt es aus dem Regierungspräsidium.

Erste Bauphase läuft seit September 2019

Seit Anfang September laufen die Hauptbaumaßnahmen der ersten Bauphase zur Sanierung des Engelbergtunnels. Derzeit finden die wesentlichen Arbeiten unter der Fahrbahn und an den beiden Betriebsgebäuden statt.

Zudem laufen zurzeit Vorbereitungsarbeiten für die Verkehrsführung der zweiten Bauphase. Diese beinhalten die Erneuerung des Asphaltes der beiden Mittelstreifenüberfahrten am Nord- und Südportal sowie die Demontage der Lüftungstrennwand am Südportal. Die Mittelstreifenüberfahrten werden für die Überleitung eines Fahrstreifens in die benachbarte Tunnelröhre vorbereitet.

Die Vorbereitungen sollen voraussichtlich Anfang Juli abgeschlossen sein. Die Arbeiten finden in Tag- und Nachtarbeit statt. Dazu ist auf der Rampe von Karlsruhe eine Verkehrssicherung bis Anfang Juli erforderlich. In der betroffenen Oströhre werden trotz dieser Verkehrssicherung weiterhin die bisher vorhandenen drei Fahrstreifen zur Verfügung stehen, auf der Rampe aus Richtung Karlsruhe lediglich eine Fahrspur.

Zweite Bauphase: Verkehrseingriffe am Tag ohne Sperrungen

Ab dem Start der zweiten Bauphase werden Verkehrseingriffe am Tag vorgenommen. Jedoch soll es in keiner Bauphase tagsüber Sperrungen von Fahrstreifen geben. Die Sperrung von einzelnen Fahrstreifen findet ausschließlich in der Nacht und somit in der verkehrsärmeren Zeit von 20 bis 5 Uhr statt. Tagsüber bleiben alle sechs vorhandenen Fahrstreifen bestehen.

Keine Umleitungen durch Leonberg

Lediglich die Fahrstreifenbreiten werden eingeschränkt und die Geschwindigkeit reduziert. Umleitungen etwa durch Leonberg werden nicht erforderlich.

Hintergrund

Mit der Hauptbaumaßnahme erfolgt eine umfangreiche bauliche und betriebstechnische Ertüchtigung des Engelbergtunnels. Im Zuge der baulichen Arbeiten werden die durch Anhydritquellen geschädigten Tunnelinnenschalen auf einer Länge von jeweils etwa 175 Meter ertüchtigt.

Durch die betriebstechnischen Arbeiten wird die komplette Sicherheits- und Betriebstechnik über die gesamte Länge beider Tunnelröhren auf 2.520 Meter erneuert. Außerdem werden alterstypische Schäden im Tunnel beseitigt.

Für die Durchführung der Bauarbeiten wurde vom Land Baden-Württemberg eine Arbeitsgemeinschaft beauftragt, die aus drei Firmen besteht. Die Baukosten betragen etwa 130 Millionen Euro und werden vom Bund als Baulastträger übernommen. Im Mai 2024 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.