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Margaretha, die außergewöhnliche Schwester von Johannes Kepler

Datum:
01.06.2022
Uhrzeit:
19:30 Uhr
Preis:
5,00 €

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Margaretha, die außergewöhnliche Schwester von Johannes Kepler und die württembergische Pfarrerdynastie der Binder

Im Mittelpunkt des Vortrags steht Margaretha Kepler.
Obwohl sie aufgrund der Bekanntheit ihres Bruders und dem Hexenprozess gegen ihre Mutter ebenfalls eine gewisse Bekanntheit besitzt, fand sie bisher wenig Beachtung.
Tatsächlich war sie poetisch veranlagt. Ein Gedicht von ihr wurde kürzlich von Dorothee Schmid in den aktuellen Sprachgebrauch übertragen und ist als Video im Vortrag zu sehen. Es beginnt mit den Zeilen

In meinem Witwenkämmerlein
Schickt Gott im Traum herfür
Ein holdseliges Täubelein
Das schwang sich her zu mir

Die fromme Ausdrucksweise im Gedicht überrascht nicht, 1608 hatte sie den evangelischen Pfarrer Georg Binder geheiratet.
Sie war mit ihm 14 Jahre lang in seinem Heimatort Roßwälden als Pfarrersfrau tätig.
Nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes im Dreißigjährigen Krieg ging sie nach 2jähriger Witwenzeit eine weitere Ehe mit dem Fellbacher Pfarrer Georg Konrad Maickler ein.

Der Referent Uwe Geiger leitet Stadtarchiv und Museum in Ebersbach an der Fils.
Er hat anlässlich des 400. Todesjahrs von Katharina Kepler die Ausstellung „Der Astronom, die Hexe und die Pfarrersfrau“ konzipiert.
Katharina Kepler war am 13. April 1622 in Roßwälden gestorben, einem heutigen Teilort von Ebersbach.
Aus Leonberg verbannt hatte sie ihre letzten Monate im dortigen Pfarrhaus verbracht, bei Tochter Margaretha und Schwiegersohn Georg Binder.

Der Vortragsort, die Stadtkirche, ist mit Margaretha eng verbunden. Die Stadtkirche ist der Ort ihrer Taufe und ihrer Hochzeit mit Georg Binder.
Der hatte zuvor an der Leonberger Lateinschule, gegenüber der Kirche, unterrichtet.

nächste Führung mit Katharina Kepler am 06. August