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Skulptur am Stadtparksee (Foto: Arno Gröpel)
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Ausstellung

Die Schicksale von sieben Häftlingen des KZ-Leonberg

31.01.2018
19:30 Uhr

Buchpräsentation anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar

Erneut legt die KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg einen Band mit Häftlings-Biographien vor: Holger Viereck, Dozent an der Uni Stuttgart und der PH Ludwigsburg, beschreibt das Leben von Samuel Pisar, der es nach dem Überleben von Auschwitz und Leonberg zu einem der bedeutendsten Anwälte für internationales Recht gebracht hat und Berater für mehrere amerikanische Präsidenten war.

Eberhard Röhm berichtet über das Leben von Ernst Israel Bornstein, der sieben Lager durchlief. Nach dem Krieg wurde er Zahnarzt.1962 besuchte er Leonberg und war entsetzt über die totale Verdrängung der Geschichte des KZ in unserer Stadt. Röhm stellt zudem zwei später berühmte Architekten aus Warschau vor, die dem sog. Baubüro in Auschwitz angehörten und anschließend im KZ Leonberg waren: Szymon Syrkus, schon vor seiner Haft ein Avangardist, und Ludwik Lawin, nach dem Krieg ein bedeutender Gartenbauarchitekt seiner Heimatstadt.

Der Zeithistoriker Geert C. Hovingh beschreibt das Leben eines der bekanntesten holländischen Widerstandskämpfer, Jan Wildschut, der in Leonberg verstorben ist.

Holger Korsten steuert zwei Biographien bei: Dr. Arthur Fisch studierte nach der Befreiung Medizin in Prag, flüchtete 1968 nach Deutschland und wurde Arzt in Bremen. Wilhelm Lechner aus München kam wegen Wilderei ins KZ, wurde in Leonberg Stubenältester und fand Kontakt mit Menschen außerhalb des Lagers, sodass er unzensiert Briefe an seine Frau schicken konnte. Er entkam dem KZ durch freiwillige Meldung zur SS-Sondereinheit Dirlewanger. Er fiel 1944 bei Kämpfen in Warschau.

Neben den Autoren werden Alain Bornstein, der Sohn von E.I. Bornstein sowie Prof. Dr. Paul Fisch, der Sohn von Dr. Arthur Fisch, mit seiner Familie anwesend sein.

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