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05.12.2018

Wer möchte die "Löwin" der Stadt großziehen? 

Nach fast 30 Jahren kamen im November zum ersten Mal wieder Leonberger Welpen in Leonberg zur Welt – drei (noch) sehr kleine Vierbeiner, ausschließlich Weibchen. Eine von ihnen soll Botschafterin der Stadt werden, "Adele" ist ihr  Name. Dieser wurde zuletzt während einer Umfrage ermittelt. Jetzt suchen die Zuchtfamilie Kaisser und die Stadtverwaltung nach einer geeigneten Familie, in der die Hündin und künftige "Löwin" der Stadt aufwachsen kann. 

Ausgewachsen hat der Leonberger eine Schulterhöhe von bis zu 80 Zentimetern

Von Stadtrat Heinrich Essig († 1887) durch Kreuzung von Neufundländer, Bernhardiner und Pyrenäenberghund gezüchtet, ist der Leonberger mit einer Schulterhöhe von bis zu 80 Zentimetern imposant in der Größe und soll optisch dem Löwen im Stadtwappen recht nahe kommen. "Adele ist dann also die 'Königin' der Löwen", sagt Züchter Ralph Kaisser mit einem Lachen.

 

Wer die "Königin" der Löwen aufzieht, muss viel Zeit und Zuwendung investieren - das ist eine Lebensentscheidung

Von der Familie, die Adele aufzieht, müssen wir vollends überzeugt sein", sind sich der "Hundepapa" Kaisser und Kulturamtsleiterin Alexa Heyder einig. "Sich so ein Tier anzuschaffen ist eine Lebensentscheidung. Das muss man wirklich wollen", fügt er an.

"Meine Frau Melanie und ich standen eines Tages auf unserem Balkon, als ein Leonberger Hund vorbeilief. Sie kannte die Rasse gar nicht, doch in dem Moment war klar, dass wir uns einen anschaffen", blickt der Züchter lachend zurück. "Es ist ein toller Familienhund, in den man viel Zeit und Zuneigung investieren muss – aber das ist es wirklich wert", fährt er fort.  

 

Rechte und Pflichten vereinbart die Stadt mit dem künftigen Halter vertraglich

Das künftige Herrchen oder Frauchen von Adele schließt einen Vertrag mit der Stadt, das wurde zuletzt im Sozial- und Kultusausschuss beschlossen. "Er bzw. sie verpflichtet sich unter anderem, den Hund auszubilden und mit ihm auch zu städtischen Großveranstaltungen präsent zu sein", so Heyder. Darüber hinaus soll Adele als Begegnungshund regelmäßig Schulen und Kindergärten besuchen. Im Gegenzug übernimmt die Stadt Leonberg als Pate des Hundes einen festen Betrag zur Deckung der Grundkosten – etwa Steuer, Haftpflicht oder Futter – von 130 Euro monatlich, die dem künftigen Halter pro Monat ausbezahlt werden. Für einen Großteil der Anschaffungskosten kommt die Stadt auf. "Hinzu kommen allerdings weitere Kosten etwa für Leine, Spielzeuge, Ausbildung und Tierarztkosten, die der Halter übernehmen muss", bemerkt Heyder.

 

Bewerbung bis 10. Dezember per E-Mail

Wer sich vorstellen kann, die kleine Adele großzuziehen und dann mit ihr als Botschafter unserer Stadt zu agieren, bewirbt sich bitte bis spätestens 10. Dezember beim städtischen Kulturamt unter der E-Mail derleonberger@leonberg.de.

 

Aus diesem Hause stammt Adele

Weitere Informationen über die Rasse, die Züchterfamilie Kaisser und auch die drei jungen Welpen finden Sie unter www.loeweausleonberg.de. Melanie und Ralph Kaisser stehen gern für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.