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20.05.2020

OB Cohn: "Trotz Einschränkungen kann jedes Kind betreut werden"

Ab Montag, den 25. Mai, läuft in den städtischen und den konfessionellen Kitas eine reduzierte Regelbetreuung an. Die jüngste Fassung der Corona-Verordnung ermöglicht, dass – neben den Kindern in der Notbetreuung – auch alle weiteren Kinder zumindest begrenzt in Kitas betreut werden dürfen. Der Betrieb ist bis zu einer maximalen Auslastung von 50 Prozent der vom Land genehmigten Betreuungsplätze erlaubt. Dies gilt auch für die Betreuung von Krippenkindern.

Nahezu einheitliches System in Abstimmung erarbeitet

"In konstruktiven und am Wohl der Kinder und Eltern orientierten Gesprächen haben wir uns eng mit den kirchlichen Trägern abgestimmt, dass wir unseren Eltern in Leonberg und den Teilorten ein nahezu einheitliches System anbieten können", erklärt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn und ergänzt: "Allen Beteiligten danke ich für das große Engagement. Gemeinsam haben wir - im Rahmen dessen, was uns das Land gestattet - eine für alle Eltern hoffentlich gute Lösung erarbeitet."

Reduzierte Regelbetreuung

Die reduzierte Regelbetreuung läuft ab kommenden Montag, den 25. Mai, in den städtischen und konfessionellen Kindertagesstätten an und findet rollierend statt. Das bedeutet, dass Kinder wechselweise an einzelnen Tagen betreut werden. Die Betreuungstage werden von den jeweiligen Einrichtungsleitungen vor Ort festgelegt und mit den Eltern abgestimmt. Zusätzlich findet wie bisher eine Notbetreuung statt.

"Uns war wichtig, dass wir, unter den vom Land vorgegeben Voraussetzungen, auch mehrere Tage hintereinander eine Betreuung für jedes einzelne Kind anbieten", so Oberbürgermeister Martin Georg Cohn, Dekan Wolfgang Voegele und Pastoralreferent Jürgen Oettel in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Die Landesvorgaben lassen in dieser Übergangszeit nur die Hälfte der genehmigten Kinder pro Gruppe zu. Vor dem Hintergrund, dass strenge Hygiene- und Abstandregeln einzuhalten sind, kann momentan etwa in der Zeit von 7.30 bis 13.30 Uhr eine Betreuung angeboten werden.

Ein Überblick in Zahlen

In Kitas in städtischer Trägerschaft werden insgesamt 980 Kinder betreut, in katholischer Trägerschaft sind es 321 Kinder und in evangelischer 571. Momentan sind in Leonberg 214 Kinder in der Notbetreuung, 110 in städtischen, 64 in evangelischen, 28 in katholischen und 12 in Einrichtungen in freier Trägerschaft. Dies entspricht etwa 11 Prozent aller derzeit zu betreuenden Kinder in Kitas.

Hintergrund

Seit dem 17. März 2020 sind die Kindertageseinrichtungen geschlossen. Diese Schließung gilt aktuell laut der neuesten Fassung der Corona-Verordnung bis zum 15. Juni.

Bisher konnten Kinder nur im Rahmen der Notbetreuung die Kitas besuchen. Die Notbetreuung war in erster Linie für Eltern, die einem systemrelevanten Beruf nachgehen oder eine Präsenzpflicht nachweisen können und von ihrem Arbeitgeber eine Unabkömmlichkeit bescheinigt bekommen.

Die Eltern haben hierfür einen Antrag bei der Stadt auf einen Platz in der Notbetreuung stellen müssen. Entsprechende Formulare sind auf der städtischen Homepage unter www.leonberg.de/Notbetreuung eingestellt.
 

Hinweis

Das nun erweiterte Angebot zur Kitabetreuung ist abhängig vom weiteren Infektionsgeschehen und vorbehaltlich neuerer Verordnungen ab 15.6.2020.