Seiteninhalt
11.06.2019

Kein Grund zur Sorge: Gespinnstmotten sind ungefährlich 

Wenn Bäume und Büsche dieser Tage von silbrigen Gespinnsten überzogen sind, ist das kein Grund zur Sorge. Hier ist die sogenannte Gespinnstmotte am Werk, und nicht etwa der schwere Allergien auslösende Eichenprozessionsspinner.

Für Mensch und Tier harmlos

Die Traubenkirschen-Gespinstmotte, die sich auf Traubenkirschen, Faulbäume und Kirschen spezialisiert hat, ist für Mensch und Tier harmlos. Sie löst auch keine Allergien aus. Die betroffenen Bäume und Sträucher werden durch die teilweise beeindruckenden Gespinnste nicht nachhaltig geschädigt.

Ab Mai bis in den Juni hinein finden sich an manchen Bäumen und Sträuchern silbrige Gespinste. Diese werden im Laufe der Zeit größer. Im Extremfall umfassen sie die ganze, dann meist kahl gefressene Pflanze. Im Gespinst kann man kleine (max. 2 cm), meist gelb-grüne Raupen mit dunklem Kopf entdecken. Typischerweise ist das Gespinst mit schwarzen Krümeln, dem Raupenkot, versetzt. Die Traubenkirschen-Gespinstmotten haben im Gegensatz zu den Eichenprozessionsspinnern keine Behaarung und sind deshalb für Menschen wie Tiere ungefährlich.

Gespinnstmotte nicht bekämpfen

Befallen werden vor allem Traubenkirschen - daher der Name - und Vertreter der Gattung Prunus, also Kirschen, Pflaume, Schlehe usw. Aber auch Weißdorn oder Sedum, besser bekannt als "Fette Henne", können betroffen sein.

Trotz des teilweise starken Befalls regenerieren Pflanzen, Bäume und Sträucher sehr gut. Der Umwelt zuliebe und zum Schutz der Fraßfeinde der Raupen raten Fachleute dringend davon ab, den Motten mit der Giftspritze zu begegnen. Die Bäume treiben bereits in Kürze mit dem sogenannten Johannistrieb wieder aus. Dann ist von dem Gespinst-Spuk nichts mehr zu sehen.