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15.09.2021

Zundels Engagement im Weltladen für faire Löhne 

Dritter Teil der Serie: Leonberg erweckt Lokale Agenda zum Leben. 


Maria Zundel im "Eine Welt Laden"

Maria Zundel im "Eine Welt Laden"

 

Neue Serie 'Lokale Agenda leben'

Nachhaltigkeit, Naturschutz, Fairer Handel – in Leonberg sind das keine Worthülsen. Hier erwecken Menschen Werte zum Leben.

Im Jahr 2021 verpflichtete sich die Verwaltung selbst die 17 Ziele auf kommunaler Ebene umzusetzen. Bis heute ist viel passiert.

In der Serie "Lokale Agenda leben" stellt die Stadtverwaltung drei Protagonisten vor, die ihren Alltag der Lokalen Agenda verschrieben haben. In diesem Teil berichtet Maria Zundel, ehrenamtliche Verkäuferin und Geschäftsführerin, über ihren Einsatz im Leonberger "Eine Welt Laden", warum sie dafür die Welt bereist und jede kleine Aktion zählt.

Einsatz im "Eine Welt Laden"

Mit einem breiten Lächeln unter ihrer bunten Maske huscht Maria Zundel durch den "Eine Welt Laden" am Leonberger Marktplatz. Eine Kundin sucht ein Geschenk für ihren Neffen. Er feiert Konfirmation. Und das schon übermorgen. "Wir finden etwas, keine Sorge", sagt Zundel und sucht dabei im schmalen Regal zwischen Bastkörben und Ledertaschen, Rasseln aus Holz, geklöppelten Freundschaftsbändern und goldenen Klangschalen herum - alles fair versteht sich.

Fairness

Aber was bedeutet eigentlich – Fairness? Für Maria Zundel ist es klar: "Fair ist es, wenn die Erzeuger unserer Produkte, die am anderen Ende der Welt leben, unter menschwürdigen Bedingungen arbeiten und einen angemessenen Lohn dafür erhalten. Dafür stehe ich und auch das ganze Team des Eine Welt Ladens".

Dass in dem unscheinbaren Geschäft mit Hängematte im Schaufenster mit viel Liebe und Hingabe gearbeitet wird, sieht man auf Anhieb. Alle angebotenen Produkte stehen für partnerschaftliche und verlässliche Handelsbeziehungen. Hier setzt man sich aktiv für den schonenden Umgang mit der Natur und den natürlichen Lebensgrundlagen ein. Alle, die hier einkaufen, unterstützen die Gesundheitsvorsorge und die Ausbildungsarbeit in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Dicht dran sein

Davon überzeugt sich Maria Zundel gerne persönlich. Sie pflegt engen Kontakt etwa zu Großhändlern und den Produzenten.

"Wir erfahren, welche Projekte unterstützt werden, was sie bewirken, wo die Probleme sind. Manchmal können wir den Arbeiterinnen und Arbeitern auch persönlich begegnen, wenn sie während der jährlich stattfindenden Produzentenreisen in Europa sind und Gespräche mit uns Verkäuferinnen und Verkäufern führen", beschreibt die rüstige Rentnerin. Nur durch diesen engen Austausch bleiben Verbindungen erhalten. Nur dadurch können Fragen zu Produkten im Laden kompetent beantwortet werden.

Begreifen & verstehen auf Einsätzen im Ausland

"Um zu begreifen, wie wichtig diese Werte sind, die wir hier vertreten, musste auch ich erst viel von der Welt sehen", sagt Maria Zundel hinter dem Tresen. Die 74-Jährige hatte Einsätze in Bulgarien, Honduras und Uganda. "Die gaben mir einen Einblick in das Leben der Menschen vor Ort. Und damit schließt sich der Kreis zu meinen originären Interessen. Denn andere Länder, andere Sitten – die haben mich schon in meiner Kindheit fasziniert", sagt Zundel.

Großes ehrenamtliches Team

Heute steht sie schon seit 21 Jahren im Eine-Welt-Laden und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit auf der Welt. Denn alle Tätigkeiten, jeder Ver- und Einkauf und alle Organisationsaufgaben werden ehrenamtlich geleistet. Doch das schafft Maria Zundel nicht allein. Sie arbeitet im Team zusammen mit 20 ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen. Eine Aufwandsentschädigung gibt es nicht.

Engagement "Lokale Agenda"

Neben der Tätigkeit im Eine-Welt-Laden bekleidet Maria Zundel ein anderes wichtiges Amt: Seit fast neun Jahren ist sie die Stimme in der Öffentlichkeit für die Eine-Welt-Gruppe, die die Umsetzung der Lokalen Agenda in Leonberg – gemeinsam mit der Stadtverwaltung – stetig vorantreibt.

"In der Gruppe stellen wir auch Kontakte zwischen Leonberg und den Menschen im ‚Globalen Süden her", wie sie es nennt. Dadurch wolle man das Bewusstsein für die wesentlichen Probleme über Länder- oder Gemeindegrenzen hinaus schärfen.

Insbesondere der Klimawandel lässt sich schließlich nur aufhalten, wenn sowohl vor Ort, als auch im internationalen Zusammenhang, Hand in Hand, gearbeitet wird.

Fair-Trade-Stadt

Eine wichtige Grundlage dafür ist, dass Kommunen die Probleme erkennen und gegensteuern. Leonberg gehört bereits dazu. Vor acht Jahren trat man in die Initiative "Fair-Trade-Stadt" ein und setzte damit ein klares Zeichen für Menschenwürde, faire Preise und faire Löhne. Nicht nur in Leonberg, sondern auf der ganzen Welt. Mit dem Einstieg in die Lokale Agenda in diesem Jahr fördert die Stadt 17 Ziele, um die Welt besser zu machen.

Faire Woche in ganz Deutschland

Derzeit läuft die Faire Woche in ganz Deutschland. Auch der Eine-Welt-Laden beteiligt sich an dieser besonderen Aktion. Mit dem Thema will Zundel samt Kolleginnen und Kollegen zeigen, wie eine menschenwürdige und zukunftsfähige Wirtschaft gestaltet werden kann. Mit konkreten Beispielen der Handelspartner soll veranschaulicht werden, wie der Faire Handel durch den Aufbau nachhaltiger Strukturen seit 50 Jahren zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen beiträgt.

Der Leonberger Weltladen präsentiert während der fairen Woche dafür ein Projekt von BioUganda. Solargetrocknete Ananas und Bananen helfen den Bauern und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz. Die Produkte sind im Weltladen erhältlich.


 

 

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