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14.10.2021

Vertreter von Stadtverwaltung und Gemeinderat besichtigen Kläranlage 

Am Donnerstag, 23. September, haben Oberbürgermeister Martin Georg Cohn und Bürgermeister Klaus Brenner zusammen mit Vertretern der Verwaltung und des Gemeinderates die Leonberger Kläranlage Mittleres Glemstal besichtigt. 

Oberbürgermeister Martin Georg Cohn (rechts) und Bürgermeister Klaus Brenner (7.v.l.) mit den Mitarbeitern der Kläranlage sowie Vertretern der Stadtverwaltung und des Gemeinderates auf der Kläranlage Mittleres Glemstal im September 2021

Oberbürgermeister Martin Georg Cohn (rechts) und Bürgermeister Klaus Brenner (7.v.l.) mit den Mitarbeitern der Kläranlage sowie Vertretern der Stadtverwaltung und des Gemeinderates auf der Kläranlage Mittleres Glemstal im September 2021  | © Stadt Leonberg / Friedel

 

Blick auf Modernisierungen

Im Fokus standen dabei die Investitionsmaßnahmen, die seit dem Jahr 2018 laufen. Auf der in die Jahre gekommen Anlage gibt es in einigen Bereichen Modernisierungsbedarf. Als sogenannte vierte Reinigungsstufe zum Rückhalt von unter anderem Arzneimittelrückständen, Industriechemikalien, Korrosionsschutzmittel und Pflanzenschutzmittel wurde die Spurenstoffeliminationsanlage seit diesem Jahr in Betrieb genommen. Dabei wird pulverisierte Aktivkohle eingesetzt, die die Spurenstoffe an sich bindet.

Verschärfte Ablaufgrenzwerte einhalten

Derzeit laufen die Arbeiten zur Ertüchtigung der Phosphorelimination. Die Ablaufgrenzwerte für Phosphor wurden verschärft, weshalb hier nachjustiert werden musste. Ein erhöhter Phosphorgehalt kann aufgrund der wachstumsfördernden Wirkung auf Pflanzen zur sogenannten Eutrophierung von Gewässern führen. Durch übermäßiges Pflanzenwachstum entsteht ein Fäulnisprozess, was zu einer Sauerstoffverarmung im Gewässer führt. Die Folge wäre ein "Umkippen" des Gewässers und das Ausbilden eines lebensfeindlichen, anaeroben Milieus.

Die Arbeiten an der Erdung und am Blitzschutz haben bereits begonnen. Eine Bestandsaufnahme ergab, dass der aktuelle Zustand des Blitzschutzes und der Erdungsanlage nicht der aktuellen Norm entsprechen und sich zum Teil an falschen Stellen am Gebäude befinden.

Außerdem beginnen demnächst die Arbeiten an den Maschinen und der Elektrotechnik.

Zustand der elektrischen Anlagen

Die elektrischen Anlagen auf der Kläranlage Mittleres Glemstal sind bereits über 25 Jahre in Betrieb. Durch eine Zustandsdokumentation und Bestandsanalyse der elektrotechnischen Ausrüstung wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt. Zur Planung der Sanierung der EMSR-Technik (Elektrische Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik) wird ein Ingenieurbüro beauftragt. Die Maßnahme soll bis zum Jahr 2030 abgeschlossen werden.

Die Sanierung der Belebung als Kern- und Herzstück der Kläranlage wird seit diesem Jahr in Angriff genommen. Die Planungsarbeiten wurden bereits gestartet. Ein Betontechnologisches Gutachten ergab, dass das mittlerweile 40 Jahre alte Becken grundlegen saniert werden muss.

Kläranlagenzufahrt

Als große Maßnahme steht in den kommenden Jahren die Ertüchtigung der Kläranlagenzufahrt an. Dazu wurde bereits eine Machbarkeitsstudie mit unterschiedlichen Zufahrtsmöglichkeiten durchgeführt. Die bestehende Zufahrt ist für Lkw-Fahrten zu schmal und Ausweichstellen sind auf der Strecke nicht ausreichend vorhanden. Zudem befindet sich die Straße in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Durch künftige Sanierungsmaßnahmen auf der Kläranlage Mittleres Glemstal ist mit zunehmendem LKW-Verkehr zu rechnen.

Ein weiterer Aspekt betrifft die Verkehrssicherheit. Die bestehende Zufahrt wird von vielen Freizeitradfahrern, Spaziergängern und Pferdehaltern benutzt. Dies soll auch weiterhin möglich sein.

Kosten

Für die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen auf der gesamten Kläranlage entstehen Kosten in Höhe von rund 25 Millionen Euro.


 

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