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10.09.2019

Spatenstich im Höfinger Täle 

Symbolischer Spatenstich für Naturerfahrungsraum im Höfinger Täle erfolgt. 

Fünf Stationen mit Infotafeln

Vergangene Woche fand der symbolische Spatenstich im Höfinger Täle statt – vor der sehenswerten Kulisse der Hauerlöcher. Während der kommenden Wochen entsteht um das Areal nahe der Felsensägmühle ein Naturerfahrungsraum mit fünf Stationen.

"Es ist wichtig, dass das Höfinger Täle an Bedeutung gewinnt und ein besonderes Profil erhält", so Oberbürgermeister Martin Georg Cohn. Dieses soll in fünf Stationen "geschärft" werden.

Die Stationen im Einzelnen

Bei den "Hauerlöchern" entsteht ein Sichtfenster, um die Muschelkalkfelswand in den Fokus zu rücken und einen Verweilpunkt für Wanderer und Radfahrer entlang des Glemsmühlenweges zu schaffen.

Am "Lindenberg" werden neue Sitzgelegenheiten gebaut und der Amphibienweg wird neu geordnet.

Bei der TSV-Sportanlage soll die Glems sichtbar gemacht werden, indem der Damm zurück versetzt wird. Zudem entstehen Terrassen und Sitzmöglichkeiten an der Uferböschung.

Ein Treppenpfad zur Glems bei der "Tilgshäuslesmühle" soll zum Spielen am Wasser einladen.

Weiterhin wird am "Tilgshäuslesbach" ein natürlicher, mäandrierender Verlauf angelegt und es werden Sitzbänke aufgestellt.

Ergänzt werden die fünf Stationen durch Informationspulte und Lehrtafeln.

Kosten des Projekts

Die Kosten für den Naturerfahrungsraum Höfinger Täle betragen rund 310.000 Euro, an denen sich der Verband Region Stuttgart mit Fördermitteln in Höhe von 60.000 Euro aus dem Programm "Landschaftspark" beteiligt. Der städtische Teil wird aus dem Vermögen der Eheleute Marianne und Erwin Beck finanziert.

"Ziel des Naturerfahrungsraum-Projektes ist es auch, Vorbild für andere Anliegerkommunen der Glems zu sein, um die Idee der Erlebbarkeit des Flusses und der Stärkung des Naturraumes fortzuführen", so die Höfinger Ortsvorsteherin Bärbel Sauer.

Über das "Erbe Beck"


Insgesamt rund 670.000 Euro hatte Höfingen im Jahr 2008 von den bescheidenen Eheleuten Marianne und Erwin Beck geerbt. Anfang des 20. Jahrhunderts geboren, verfügten sie 1970 in ihrem Testament: "Jeder von uns beruft zu seinem Alleinerben die Gemeinde Höfingen."

Nach der Eingemeindung haben die beiden in den 80er-Jahren ihr Testament dahingehend geändert, dass die Stadt Leonberg Alleinerbin wird - allerdings mit der Auflage, dass das Vermögen ausschließlich in Höfingen verwendet werden darf. "Über die Verwendung entscheidet der Ortschaftsrat allein", heißt es im Testament.

Ab 2016 entwickelte der Höfinger Ortschaftsrat 20 Ideen für Einzelprojekte - wegen rechtlicher und formaler Hürden hatte sich die in den Jahren zuvor verfolgte Idee einer Bürgerstiftung zerschlagen. Davon gab das Gremium letztlich acht zur Prüfung in die Verwaltung. Übrig geblieben sind drei Projekte: eben der Naturerfahrungsraum Höfinger Täle und die beiden bereits umgesetzten Projekte Seilbahn auf dem Spielplatz Albert-Schweitzer-Straße (12.000 Euro) und Umgestaltung des Höfinger Rathausplatzes (280.000 Euro).