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29.03.2021

Sanierung Engelbergtunnel: Vorarbeiten vom 29. auf den 30. März 

Die umfangreiche Sanierung des Engelbergtunnels im Zuge der A 81 geht in die zweite Bauphase: Die seit Jahresbeginn zuständige Niederlassung Südwest der Autobahn GmbH des Bundes wird in der Nacht vom 29. auf den 30. März mit der Einrichtung der Baustellenverkehrsführung für die Bauarbeiten beginnen. 

Der Engelbergtunnel (Foto: Stadt Leonberg)

© Stadt Leonberg

 

Vorarbeiten für die 2. Bauphase

Die umfangreiche Sanierung des Engelbergtunnels auf der A81 geht in die zweite Bauphase: Die seit Jahresbeginn zuständige Niederlassung Südwest der Autobahn GmbH des Bundes wird in der Nacht vom 29. auf den 30. März mit der Einrichtung der Baustellenverkehrsführung für die Bauarbeiten beginnen. 

Tagsüber alle sechs Fahrstreifen befahrbar

Erstmals seit Beginn der Hauptbaumaßnahme im September 2019 muss nun dauerhaft in den Verkehr eingegriffen werden. Trotz Großbaustelle im Tunnel stehen tagsüber weiterhin alle sechs Fahrstreifen zur Verfügung.

Mit Inbetriebnahme der Baustellenverkehrsführung am 4. April wird in Fahrtrichtung Singen ein Fahrstreifen vor dem Tunnelportal auf die Gegenfahrbahn verschwenkt und durch die Nachbarröhre geleitet. Auf diese Weise wird der benötigte Platz in der westlichen Tunnelröhre geschaffen, damit die Bauarbeiten am 4. April – nach Test der sicherheitsrelevanten Systeme – unmittelbar beginnen können.

Ursache und Maßnahmen der Sanierung

Der Engelbergtunnel führt auf 450 Metern durch quellendes Anhydritgestein. Damit sind die Tunnelröhren einem permanenten Gebirgsdruck ausgesetzt, der im Laufe der Zeit in beiden Fahrtrichtungen gravierende Schäden verursacht hat, die die Sanierung erforderlich machen.

Die geplante bauliche Ertüchtigung sieht den abschnittsweisen Einbau eines zusätzlichen Betongewölbes mit eingestellten Stahlträgern in beiden Tunnelröhren vor. Dazu kommen die Verstärkung der Fahrbahnplatten und der Einbau von Zwischendecken als horizontale Versteifungen.

Im Zuge der Hauptbaumaßnahme wird ebenfalls die komplette Sicherheits- und Betriebstechnik des Engelbergtunnels erneuert. Außerdem werden weitere alterstypische Schäden im gesamten Tunnel beseitigt. Die gesamte Maßnahme erstreckt sich über sieben Bauphasen.

Verkehrseingriffe in der zweiten Bauphase ab dem 4. April

In der ersten Bauphase wurde die Fahrbahnplatte in beiden Fahrtrichtungen verstärkt. Die Arbeiten fanden in den Medien- und Abluftkanälen unterhalb der Fahrbahn ohne Verkehrsbeeinträchtigung statt. Mit der zweiten Bauphase beginnt nun die Verstärkung der Röhren im Verkehrsraum, sodass vom 4. April bis zum Ende der Baumaßnahme Eingriffe in den Verkehr erforderlich werden.

Priorität: Mindestmaß an Verkehrseingriffen

Die Reduzierung der Verkehrseingriffe auf das notwendige Mindestmaß hat für die Umsetzung der Sanierungsarbeiten höchste Priorität. Mit einem detailliert aufeinander abgestimmten Bau- und Verkehrskonzept werden die Auswirkungen auf den Verkehr so minimal wie möglich gehalten, erläutert die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest in ihrer Pressemitteilung.

Zunächst sollen die Maßnahmen auf einem 180 Meter langen Abschnitt in der Weströhre stattfinden. Ab 4. April sind deshalb hier in Fahrtrichtung Singen nur zwei Fahrstreifen geöffnet, der dritte wird auf die gegenüberliegende Richtungsfahrbahn in die Oströhre verschwenkt.

In den verkehrsärmeren Zeiten in der Nacht ist die Weströhre zwischen 22 und 5 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr in Fahrtrichtung Singen fließt dann 1-streifig durch die Oströhre. In Fahrtrichtung Würzburg stehen während der Sanierungsarbeiten in der Weströhre, am Tag und in der Nacht immer alle drei Fahrstreifen zur Verfügung, allerdings mit eingeschränkten Fahrbahnbreiten ohne Standstreifen und damit einhergehend reduzierten Geschwindigkeiten aus Gründen der Verkehrssicherheit.

"Es werden keine Umleitungen in das nachgeordnete Straßennetz erforderlich", so die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest.

Sicherheitskonzept: Neue Thermoscanner kontrollieren Gefahrguttransporte

Aufgrund der geänderten Verkehrsführung wurden bereits im Vorfeld die sicherheitsrelevanten Tunnelausstattungen angepasst und ergänzt.

Als wesentlicher Bestandteil des Sicherheitskonzeptes wurde beispielsweise ein sogenannter Thermoscanner errichtet, der mit der Verkehrsumlegung in Betrieb genommen wird. Mit ihm werden alle Gefahrguttransporte vor Einfahrt in die Tunnelröhre mit Gegenverkehrsbetrieb kontrolliert, um das Risiko der Selbstentzündung zu minimieren. Die Gefahrguttransporte in Fahrtrichtung Würzburg werden vor dem Tunnel mit reduzierter Geschwindigkeit auf eine gesonderte Spur geleitet. Dort installierte Spezialkameras erkennen Wärme und scannen die Fahrzeuge auf überhitzte Teile. Stellt das System eine ungewöhnliche Überhitzung – und damit einen potenziellen Brandherd – fest, wird der Lkw vor der Einfahrt in den Tunnel gestoppt und durch Feuerwehr und Polizei hinsichtlich der Sicherheit überprüft.

Geplantes Bauende 2025

Die zweite Bauphase beginnt mit einem Jahr Verzögerung: Für rund 200 der ca. 700 Stahlbauteile, die für die Verstärkung der Tunnelinnenschale in der zweiten Bauphase benötigten werden, wurde eine Nachbearbeitung erforderlich. Die Schweißnähte entsprachen nicht den hohen Qualitätsansprüchen, die vor allem der Einbau im Verkehrsraum und die besonderen Anforderungen des Engelbergtunnels verlangen. Die Verkehrssicherheit und eine reibungslose Abwicklung der Baumaßnahme nach der Verkehrsumlegung hatten hier die oberste Priorität.

Nach Behebung der Qualitätsprobleme sind alle Voraussetzungen für einen kontinuierlichen Bauablauf und damit den Beginn der zweiten Bauphase sichergestellt. Die Kosten der Hauptmaßnahme von rund 130 Millionen Euro haben sich dadurch nicht erhöht.

Das Bauende ist für 2025 geplant.  


 

 

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