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Historische Leonberger Altstadt © Vilja Staudt
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14.02.2024

"Erfüllende Arbeit": Peter Höfer gestaltet die Stadt Leonberg seit 36 Jahren mit

Peter Höfer ist seit 2015 Hauptamtsleiter der Stadtverwaltung Leonberg. Die Verwaltungslaufbahn kam ihm zunächst nicht als Traumkarriere in den Sinn. Dennoch erfüllt ihn sein Beruf seit jeher. 

Peter Höfer ist Hauptamtsleiter der Stadt Leonberg.

Peter Höfer ist Hauptamtsleiter der Stadt Leonberg.  | © Leila Fendrich

 

Kein typisches Beispiel

Peter Höfer sagt über sich: "Ich bin kein typisches Beispiel für eine Karriere in der Verwaltungslaufbahn." Denn eigentlich wollte er etwas Technisches studieren. Trotzdem hat er sich für ein Studium im gehobenen Dienst beworben. Im Anschluss daran war der heutige Hauptamtsleiter etwa zweieinhalb Jahre im Bauamt bei der Stadt Leonberg tätig. "Meine Aufgaben waren die typische Verwaltungsarbeit: Sanierungsgebiete festlegen, Förderanträge bearbeiten, Maßnahmen abrechnen." 

Ein Vierteljahrhundert im Leonberger Hauptamt

Im Jahr 1990 wechselte Peter Höfer in das Hauptamt, genauer gesagt in die Hauptabteilung. 25 Jahre blieb er dort, übernahm immer wieder andere Aufgaben: Er betreute den städtischen Fuhrpark, die Versicherungen der Stadtverwaltung, die Telefonanlage. Auch für die Beschaffung von Arbeitsmaterialien war Peter Höfer zuständig. Später verantwortete er auch die Durchführung der Wahlen in Leonberg.

Dass eine Verwaltung so vielfältig sein kann, habe er nicht erwartet. "Man hat davor keine Vorstellung, was auf einen zukommt", meint Höfer. Im positiven oder im negativen Sinn? „Böse Überraschungen gab es bei meinen Aufgaben nicht – deshalb im positiven Sinn." 

Gestaltungsspielraum in der Verwaltung

Es gibt Menschen, die sich in klaren Strukturen wohlfühlen und die in diesem Rahmen gerne arbeiten. Peter Höfer schätzt hingegen den Gestaltungsspielraum, den er in seinem Bereich hat. "Eine Stelle muss Freiräume bieten. Aber die Person auf dieser Stelle muss Freiräume lieben", erklärt der Hauptamtsleiter. Er finde es spannend, immer wieder Neues zu machen. "Wenn Zeit war, habe ich etwas angepackt und auf neue Füße gestellt." 

Viele Wege führen ins Rathaus

So vielfältig wie die Aufgaben bei der Stadtverwaltung Leonberg sind auch die Wege, um in der Verwaltung zu arbeiten. Aktuell haben von den Beschäftigten und Beamten der Stadt Leonberg etwa ein Viertel eine Verwaltungsausbildung durchlaufen. Das kann eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten sein oder ein Studium im gehobenen Verwaltungsdienst. "Public Management" nennt sich der Studiengang heute, den Peter Höfer seinerzeit auch für sich wählte. Praktische Erfahrung sammeln die Studierenden unter anderem bei der Stadtverwaltung Leonberg. Für den theoretischen Teil besuchen sie die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung. Standorte in Baden-Württemberg sind Ludwigsburg und Kehl. Bereits zu Beginn werden die Studierenden als Beamte auf Widerruf eingestellt. Nach dem Studium arbeiten sie als Beamtinnen und Beamten auf Probe, bis sie schließlich auf Lebenszeit verbeamtet werden.

Wer nicht in Verwaltungsaufgaben seine berufliche Zukunft sieht, sollte die Stadtverwaltung dennoch als Arbeitgeberin in Betracht ziehen. Ob als Architektin, Kulturmanager, Informatikerin oder Erzieher: "Die Bandbreite an Berufen in Leonberg ist groß, da ist für alle etwas dabei", erklärt Peter Höfer. "Wir brauchen Menschen, die gerne Kontakt zu anderen Menschen haben. Andere, die Büroarbeit machen oder mit Kindern arbeiten." 

In Konkurrenz zur freien Wirtschaft

Im Gegensatz zum öffentlichen Dienst, sind Unternehmen in der freien Wirtschaft häufig flexibler, etwa bei Gehältern. Dennoch könne die Verwaltung mithalten: "Die Stadt Leonberg behauptet sich vor allem durch sinnstiftende Aufgaben", so Höfer. Die Arbeit der Einzelnen sei für die Bevölkerung, sie habe direkten Einfluss auf den Alltag der Leonbergerinnen und Leonberger. "Wir arbeiten für Leonberg, nicht für den Gewinn eines Unternehmens", ist Höfer überzeugt. Ohne zu zögern antwortet er auf die Frage, ob er sich heute wieder für diesen Weg in der Stadtverwaltung entscheiden würde: "Auf jeden Fall."


 

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