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Historische Leonberger Altstadt © Vilja Staudt
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08.02.2024

Linden im Leobad sollen erhalten bleiben

Die Stadt Leonberg wird sich weiterhin damit beschäftigen, wie verhindert werden kann, dass die Blätter dreier Linden im Leobad die Pumpen und Vorfilter des Springerbeckens verstopfen. Die grünen Schattenspender bleiben dem Freibad erhalten. 

Die Lindenbäume am Springerbecken im Leobad spenden im Sommer Schatten, jedoch verstopfen sie auch regelmäßig die Pumpen und Vorfilter des Beckens.

Die Lindenbäume am Springerbecken im Leobad spenden im Sommer Schatten, jedoch verstopfen sie auch regelmäßig die Pumpen und Vorfilter des Beckens.  | © Stefan Hilse

 

Lösung für Bäume im Leonberger Freibad

Fällen oder weiter nach einer Alternative suchen? Mit dieser Frage hat sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am vergangenen Dienstagabend, 30. Januar, intensiv beschäftigt. Es geht um drei große Linden, die seit Jahrzehnten das Antlitz des Leobades prägen und im Hochsommer für Schatten für Badegäste sorgen. Doch Sorgen bereiten sie auch dem Bäderpersonal. Die Männer und Frauen sind mehrmals täglich damit beschäftigt, die Pumpen und Vorfilter des Springerbeckens von Laub und Blüten zu befreien, die die Linden in unmittelbarer Nähe abwerfen. 

Manuelle Reinigung notwendig

"Durch den Eintrag von Laub, Früchten und Blüten in den Badewasserkreislauf des Springerbeckens kommt es mehrmals täglich zum Ausfall der zugehörigen Wasseraufbereitung", sagt der Bäderleiter Stefan Hilse. Dadurch würden die sogenannten Fasernfänger der beiden Umwälzpumpen zugesetzt und der Saugdruck der Pumpen sowie die Anlage gestört. "Um das zu verhindern ist es erforderlich, die Pumpen mit den zugehörigen Zuleitungen zu entleeren, die Fasernfänger manuell zu reinigen, die Anlage zurückzusetzen und wieder in Betrieb zu nehmen", so Hilse. Der Zeitaufwand für das technische Personal vor Ort ist groß: Mindestens jeweils eine Stunde dauert das Prozedere pro Ausfall.

Der simpelste Weg, das Problem zu lösen, wäre sicherlich, die Bäume zu fällen. Doch die Abteilung Stadtentwicklung, Umweltplanung und Geoinformation hatten aus ökologischen, umwelt-, und naturschutzrechtlichen Gründen starke Bedenken. Außerdem gehören die Linden seit jeher zum Freibad und spenden Schatten. Dieser Auffassung folgte der Gemeinderat mehrheitlich. Die Linden werden nicht gefällt. 

Hoher Aufwand für Personal

Aber klar ist auch: Das Bäderpersonal braucht eine verträgliche Lösung für die kommende Leobad-Saison. Deshalb erhielt die Stadtverwaltung den Auftrag, nach weiteren Möglichkeiten zu suchen, die das Baum-Problem lösen oder zumindest lindern. Im Gespräch war in der Gemeinderatssitzung, über Nacht eine spezielle Fangmatte auszulegen, damit die Anlage nicht bereits morgens ausfällt. Eine Lösung für tagsüber ist sie allerdings nicht. Auch ein Netz unterhalb der Baumkrone zu hängen, ist nicht möglich, weil sich Vögel verletzen könnten. Die Suche geht weiter.



 

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