Generalsanierung der Sporthalle der Ostertag-Realschule ab 2027
Der Leonberger Gemeinderat hat die Generalsanierung der Sporthalle der Ostertag-Realschule in seiner Sitzung am 21. Juli beschlossen. Die rund 7,95 Millionen Euro teure Maßnahme umfasst die Modernisierung des Gebäudes sowie den Bau eines neuen barrierefreien Zugangs. Damit soll die Sporthalle langfristig für den Schul-, Vereins- und Breitensport gesichert werden.
Umfangreiche Modernisierung der Sporthalle
Die Sanierung ist notwendig, um alters- und sicherheitsbedingte Mängel an der technischen Gebäudeausrüstung wie der Elektroinstallation, der Lüftung sowie an Sanitäranlagen und Gebäudeteilen zu beheben. Auch die Gebäudehülle, der Hallenboden, Prallwände und Geräteraumtore werden erneuert oder ertüchtigt. Zusätzlich sollen hygienische und brandschutztechnische Anforderungen umgesetzt sowie baujahrbedingte Gefahrstoffe wie Asbest fachgerecht beseitigt werden.
Ein Schwerpunkt der Sanierung liegt auf der Barrierefreiheit. Vorgesehen sind ein rollstuhlgerechter Aufzug, ein barrierefreier Sanitär- und Umkleidebereich sowie ein neuer Haupteingang. Ein Farb- und Materialkonzept soll außerdem Menschen mit Sehbehinderungen und weiteren Einschränkungen die Orientierung erleichtern. Zudem ist eine fünf Meter hohe Kletterwand mit Seilsicherung vorgesehen, die das Angebot im pädagogischen und sonderpädagogischen Sportbereich erweitert.
„Mit der Generalsanierung schaffen wir eine zeitgemäße und verlässliche Grundlage für den Schul- und Vereinssport. Die Sporthalle wird sicherer, energieeffizienter und für deutlich mehr Menschen zugänglich. Besonders wichtig ist uns, dass die Planung die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer berücksichtigt“, sagt Lisa Kopahnke, Amtsleiterin im Gebäudemanagement.
Energieeffizient und zukunftsfähig
Die Sporthalle soll einen hohen Standard der Energieeffizienz erreichen. Geplant sind unter anderem ein neuer Dachaufbau mit reduzierter Wärmeeintragung, energieeffiziente Lichtbänder, eine energetisch verbesserte Fassade, sowie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Das Konzept beinhaltet eine natürliche Nachtabkühlung. Das Dach bekommt außerdem eine Photovoltaikanlage mit etwa 120 Modulen.
Für die Maßnahme wurden Fördermittel beim Bund und beim Land beantragt. Eine Bundesförderung in Höhe von rund 2,22 Millionen Euro ist in Aussicht gestellt; beim Land wurde eine Förderung von bis zu 600.000 Euro beantragt.
Bauarbeiten ab 2027 geplant
Die Ausführungsplanung und die ersten Ausschreibungen sollen noch im Laufe des Jahres vorbereitet werden. Ab den Osterferien 2027 soll die Halle geschlossen werden. Innerhalb von rund 90 Wochen wird sie dann saniert, sodass das Projekt voraussichtlich bis Ende 2028 abgeschlossen werden kann. Während der Bauzeit werden die Sportangebote auf andere Hallen im Stadtgebiet und in den Teilorten verteilt.