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Historische Leonberger Altstadt © Vilja Staudt
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08.02.2024

Einsatz für musikalische Bildung an der Leonberger Jugendmusikschule

Der Förderverein "Freunde und Förderer der Jugendmusikschule Leonberg" engagiert sich seit 27 Jahren für Bildung und Kultur in der Engelbergstadt. Er finanziert Instrumente, unterstützt bei Wettbewerben und vieles mehr. Grund genug um auf die vergangenen Jahrzehnte zurückzublicken. 

Die Leiterin der Jugendmusikschule Sibylle Lützner (links) beim Tag der offenen Tür der JMS im Jahr 2023.

Die Leiterin der Jugendmusikschule Sibylle Lützner (links) beim Tag der offenen Tür der JMS im Jahr 2023.  | © Stadt Leonberg

 

Förderverein der Leonberger Jugendmusikschule

Die Jugendmusikschule Leonberg bietet Kindern individuell passende Gelegenheiten, um sich auszuprobieren, musikalische Talente zu entdecken und zu entwickeln – egal ob in Form von Instrumentalunterricht, Gesang, Musiktheorie, Ensemblespiel und Orchestern. Dabei hat der Förderverein mit heute 132 Mitgliedern erheblich dazu beigetragen, dass die Jugendmusikschule Leonberg viele der heutigen Möglichkeiten pädagogisch sinnvoll umsetzen kann. Denn damit die Jugendmusikschule manche Projekte ohne Erhöhung des städtischen Zuschusses fortsetzen kann, bedarf es beispielsweise finanzieller Unterstützung. Dafür sammelt der Förderverein Spenden. Mit den Geldern werden Instrumente und Lehrmaterialien angeschafft und die Kosten für den Unterricht teils gedeckt.

Darüber hinaus informiert der Förderverein die Öffentlichkeit über Aktivitäten und Erfolge der Jugendmusikschule, unterstützt bei Veranstaltungen, vergibt Stipendien an begabte Schülerinnen und Schüler. Der Verein unterstützt finanziell ebenso die pädagogisch wichtigen Instrumentalklassen in Kooperation mit dem Albert-Schweitzer-Gymnasium, dem Johannes-Kepler-Gymnasium und der Marie-Curie-Schule. Sogar bei musikpädagogischen Projekten zur Förderung der Integration von Migrantinnen und Migranten und deren geflüchteten Kindern greift der Förderverein aktiv unter die Arme.

"Gerade in der Musikschule ist das Lernen mit direkt sichtbarem Erfolg verbunden. Das stärkt und festigt die Persönlichkeit unserer Kinder auf spielerische Weise", sagt der Vorstand des Fördervereins, Helmut Noë. Was sein Verein leistet, wird vor allem beim Blick auf die Zahlen greifbar: Seit seiner Gründung im Jahr 1996 hat er Spenden über rund 206.000 Euro und weitere Einnahmen in Höhe von 46.000 Euro generiert. Die Mitgliedsbeiträge belaufen sich auf rund 56.000 Euro. Für Instrumente wurde insgesamt rund 266.000 Euro ausgegeben, darunter etwa: zwei Flügel, ein Klavier, ein Cembalo, zwei Marimbaphone, eine E-Geige, diverse Percussion-Instrumente sowie dutzende Streich-, Blech- und Holzblasinstrumente.  

Instrumentenkarussell

Doch welches Instrument ist für welches Kind eigentlich geeignet? Um das herauszufinden, realisierte der Förderverein zwei Instrumentenkarussells mit 6.400 und rund 6.500 Euro. Im Instrumentenkarussell beschäftigen sich die Kinder in Kleingruppen von 3 bis 4 Kindern jeweils 45 Minuten unter sachkundiger Anleitung intensiv mit einem der im Karussell angebotenen Instrumente in kindgerechter Größe. Nach circa 5 Wochen dreht sich das Karussell weiter und die Kleingruppe wechselt zum nächsten Instrument.

Ein wesentlicher Teil der Spenden wird für die Instrumentalklassen bereitgestellt. Sie sind eine Kooperation zwischen dem Albert-Schweitzer-Gymnasium, dem Johannes-Kepler-Gymnasium und der Maire-Curie-Schule mit der Jugendmusikschule. Für zwei Jahrgänge Streicher- und zwei Bläser-Instrumentalklassen steuerte der Förderverein die Instrumente in Höhe von rund 85.000 Euro bei. Auch die Organisation wie Inventarisierung, Versicherungen sowie Reparaturkosten übernimmt der Förderverein.

Zu den Aufgaben des Fördervereins gehört die Unterstützung von besonders begabten Kindern und Jugendlichen. Deshalb wurde im Jahr 2010 eine Begabtenklasse ins Leben gerufen. Von den Musiklehrkräften werden Schülerinnen und Schüler vorgeschlagen, die besondere Voraussetzungen erfüllen müssen:

  • außergewöhnliche Begabung und Fleiß im Vergleich zu Gleichaltrigen
  • Engagement bei schulischen Veranstaltungen und Umrahmungen
  • Teilnahme an Ensembles
  • Unterstützung und Zustimmung der Eltern 

Begabtenförderung

Wer in die Förderung aufgenommen wird, erhält etwa eine zweite Hauptfachstunde. Auch die Musiklehre und Gehörbildung ist kostenfrei integriert und ab 14 Jahren Pflicht. Bei der verpflichtenden Korrepetitionsstunde, also Musizieren mit Klavierbegleitung, übernimmt der Förderverein 20 Prozent der Kosten. Einmal im Jahr präsentiert die Begabtenklasse ihr Können bei einem Konzert.

"Die Arbeit des Fördervereins ist für die Jugendmusikschule von unschätzbarem Wert. Die Anschaffung zahlreicher Instrumente wäre ohne seine Unterstützung nicht möglich gewesen. Außerdem stoßen wir mit neuen pädagogischen Konzepten stets auf offene Ohren und können diese durch die entsprechenden Fördermaßnahmen umsetzen. So gelingt uns eine ausgewogene Balance zwischen Spitzenförderung und musikalischer Basis-Arbeit, die die Jugendmusikschule ausmacht. Wir sind sehr dankbar für die Arbeit des Fördervereins. Der Einsatz des Vorstandes für die Jugendmusikschule ist beispielhaft", sagt die Leiterin der Jugendmusikschule, Sibylle Lützner.


 

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