Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Quickmenu
Historische Leonberger Altstadt © Vilja Staudt
Seiteninhalt
20.06.2022

Treibhausgasneutral bis 2040 – Daniel Stauch will dieses Ziel der Stadt Leonberg umsetzen

Starkregen, Waldbrände, heftige Stürme. Der Klimawandel wird auf der ganzen Welt spürbar. Und auch in Deutschland wurde den Menschen jüngst durch die Überflutungen im Ahrtal wieder einmal auf erschütternde Art vor Augen geführt, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Daniel Stauch will als neuer Klimaschutzmanager gemeinsam mit Verwaltung und Gemeinderat Leonberg nachhaltig machen. 

Seit Mai 2022 ist Daniel Stauch als Klimaschutzmanager bei der Stadtverwaltung Leonberg. Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister und dem Gemeindrat erarbeitet er Klimaschutzkonzepte für die Stadt.

Seit Mai 2022 ist Daniel Stauch als Klimaschutzmanager bei der Stadtverwaltung Leonberg. Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister und dem Gemeindrat erarbeitet er Klimaschutzkonzepte für die Stadt.  | © Sebastian Küster

 

Der Umwelt zuliebe

Umweltschutz- und Energietechnik. Zwei gute Voraussetzungen, um Leonberg in Sachen Klimaschutz in die Zukunft zu führen. Beide Fachbereiche hat Daniel Stauch in Stuttgart studiert. Seit Anfang Mai wendet er sein gesammeltes Fachwissen in der Engelbergstadt praktisch an: "Ich freue mich schon sehr auf die vielen spannenden Aufgaben, die auf mich hier in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren zukommen werden", sagt Stauch. Der Mann mit Bart und Brille macht dabei einen optimistischen Eindruck. "Leonberg hat in der Vergangenheit schon einiges getan. Aber es gibt noch sehr viele Potenziale, die ich jetzt ausschöpfen möchte."

Sein Ziel hat er dabei immer fest im Blick und verliert es auch nicht aus den Augen: Gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg möchte er Leonberg bis spätestens 2040 treibhausgasneutral machen. "Das ist ambitioniert, aber nicht unmöglich. Wenn wir die richtigen Wege gemeinsam beschreiten, ist sehr viel drin. Und genau das will ich hier machen", sagt Stauch. 

Vorteile bei der Stadtverwaltung Leonberg überwiegen

Einen Job in der freien Wirtschaft hat er während seiner Zeit im Hörsaal zwar immer in Betracht gezogen, aber der direkte Einfluss und die schnelle Umsetzbarkeit in der Verwaltung, sind für ihn schlagende Vorteile. "Ich habe hier in meiner Heimatregion direkt die Möglichkeit, gemeinsam mit Oberbürgermeister Martin Georg Cohn vieles umzusetzen. In der Wirtschaft muss man die öffentliche Verwaltung immer erst überzeugen. Als Interner geht das sicherlich viel schneller. Und das war mir wichtig", sagt Stauch.

Was der ruhige, aufgeschlossene, junge Mann dafür braucht, ist ein großes Netzwerk an relevanten Akteuren. "Daher bin ich gerade noch dabei, möglichst viele Kolleginnen und Kollegen im Rathaus, aber auch Multiplikatorinnen und Experten von extern kennenzulernen. Ohne sie wird es schwierig", sagt Stauch und zuckt dabei mit den Achseln. Klimaschutz – das sei eben vor allem eines: Teamwork. 

Aufbau eines Energieteams

Daher möchte Daniel Stauch ein Energieteam zusammenstellen. Die Mitglieder treffen sich dann regelmäßig und tauschen sich über Trends, Analysen und Herausforderungen aus. "Den Energiekreis, den es in Leonberg bereits gibt, möchte ich ebenfalls mit einbeziehen. Wir wollen aber nicht nur sprechen und Ziele festlegen. Im Energieteam sollen auch konkrete Konzepte erarbeitet und dann gemeinsam umgesetzt werden", sagt Leonbergs neuer Klimaschutzmanager.

An seinem ersten Projekt arbeitet der Mann aus der Nähe von Weil der Stadt neben dem Kennenlernen auch schon: Der kommunale Wärmeplan. Stauch entwickelt gemeinsam mit Baubürgermeister Klaus Brenner und seinen Kollegen im Dezernat III für ganz Leonberg, inklusive Höfingen, Gebersheim und Warmbronn, einen Plan, wie eine nachhaltige Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien aussehen kann. 

Konzept muss 2023 stehen

Zuerst bestimmt Stauch den Status Quo: "Danach suchen wir nach Potenzialen, wie wir hier vor Ort dieses Ziel umsetzen können. Zuletzt formulieren wir den Maßnahmenplan, der dann umgesetzt wird." Das Konzept muss schon Ende 2023 stehen. Das hat das Land Baden-Württemberg vorgegeben. "Ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen. Ich freue mich schon auf die Umsetzung", sagt der Klimaschutzmanager mit einem breiten Lächeln.




 

Favoriten