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Historische Leonberger Altstadt © Vilja Staudt
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05.07.2023

"Ich würde auch gerne privat auf das Leonpalooza kommen"

Markus Mörl steht seit 40 Jahren auf der Bühne. Er ist einer der Stars der Neuen Deutschen Welle. Nun kommt er zum Leonpalooza. Welche Kleidung aus er aus den 80ern behalten hat und welche Gemeinsamkeiten die 80er-Jahre mit heute haben, lesen Sie im Interview von Thomas Slotwinski und Ann-Katrin Bischoff. 

Markus Porträt -verkleinert-

© Künstler

 

Die 1980er waren das Jahrzehnt der Neonleggins, Schulterpolster, Vokuhila und Lederkrawatten. Für all das wurden die 80er geliebt. Aber was hat Sie an den 80ern richtig gestört?

Richtig gestört? Wenn man die Zeit miterlebt, dann ist man da nicht so. Im Nachhinein kann man vieles besser einordnen. Richtig gestört hat mich an den 80ern nichts. Manches hätte man lockerer sehen können. Statt bis in die Nacht im Studio etwas für die neue Tour vorzubereiten, hätte man auf eine Party gehen können. Wir haben viel gearbeitet. Es ist einem nichts in den Schoß gefallen.

Was war Ihr Lieblingstrend der 80er-Jahre, der gerne wiederkommen könnte?

Mit einem gepflegten Vokuhila kann jeder was anfangen. Auch Schulterpolster finde ich immer noch gut, da sie eine schöne Figur machen, auch ohne viel Training. Leggins gibt es ja noch und musikalisch hat sich auch vieles gehalten. Politisch haben wir von den 80ern profitiert, es gab ja ähnliche Auseinandersetzungen – das Erstarken der Umweltbewegung und den Ost-West-Konflikt zum Beispiel. Manchmal haben die Leute vergessen, wie es damals war. So wiederholt sich das in neuer und eigener Art.

Welches Lied ist für Sie das Lied der 80er?

Da gab's so viele. Ich finde alle Titel immer noch gut, deswegen spiele ich sie auch noch gerne auf der Bühne. Ich bin Romantiker: 'Sternenhimmel' (von Hubert Kah, Anm. der Redaktion) vielleicht. Die Top 10 der NDW sind immer noch toll und sollten auf keiner guten Party fehlen.

Was würden Sie tun, wenn Sie "König von Deutschland" wären?

Ich finde Mobilität ist ganz wichtig für Menschen. Darum würde ich genau das gerne ermöglichen wollen. Billigeres Benzin zum Beispiel oder einfache, bequeme und kostengünstige Mobilität. Denn das hat uns zu dem gemacht was wir heute sind – eine weitentwickelte Gesellschaft, die vieles möglich machen kann und viele mitnimmt, die vielleicht früher auf der Strecke geblieben wären. Darum finde ich auch die Werte des Leonpalooza gut: Nachhaltigkeit, Toleranz und Awareness. Und dafür braucht es eine mobile Gesellschaft. Ich würde gerne auch privat auf das Leonpalooza kommen, wenn es zeitlich reicht.

Sie touren ja mit ein paar ihrer früherer Kollegen. Gibt es da noch so eine Community? Hat man noch Kontakt miteinander? Ich denke da gerade an Geier Sturzflug. Wie ist das Projekt zustande gekommen?

Das heißt ja "Ich will Spaß!". Es hätte jeden anderen Namen haben können, ich habe nicht darauf bestanden. Die Show mit Originalkünstlern ist aus einer Zusammenarbeit mit einem Musical in Essen hervorgegangen. Daraus entstand die Idee gemeinsam mit Hubert Kah und Joachim Witt und vielen anderen aus der Zeit. Gemeinsam auf der Bühne zu stehen, hat so viel Spaß gemacht, dass wir das weiterführen wollten. Immer auch mal in wechselnder Besetzung. Alexander Kerbst, Falco-Musicaldarsteller, ist der einzige, der nicht schon damals mit dabei war, macht das aber trotzdem fantastisch.

In der Ankündigung von Ihrer Show steht, Sie treten in den Originalklamotten von damals auf. Haben Sie die alle aufbewahrt? In Umzugskisten?

Mittlerweile bin ich so oft umgezogen, dass ich eigentlich nichts mehr hab von damals. Bis auf eine Lederjacke keine eigenen Originale mehr aus den 80ern, nicht mal mehr die alten Platten. Die ersteigere ich mir regelmäßig auf Ebay. Doch die Bühnenoutfits nehmen Maß an den 80ern. War ja auch kein schlechter Trend. Diese Trends sieht man auch oft, wenn man ins Publikum schaut.

Also ist es ausdrücklich erwünscht, dass das Publikum in diesen Klamotten erscheint?

Sehr gerne, ja!

Markus präsentiert "Ich will Spaß!" – 40 Jahre Neue Deutsche Welle am Sonntag, 23. Juli, beim Leonpalooza 2023. Los geht es um 20 Uhr. Die Tickets für das Konzert kosten 39 Euro und sind unter www.leonpalooza.de, und in der Stadthalle erhältlich.



 

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