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18.06.2020

Neues Busangebot soll im Dezember starten 

Coronabedingt ist es sinnvoll, das neue Busfahrplanangebot wegen anderem Fahrgastverhalten von April in den Dezember zu verschieben. 

Gelegenheitsverkehr wird stark reduziert genutzt

Das neue Busfahrplanangebot im Leonberger Stadtverkehr soll nun Mitte Dezember eingeführt werden. Ursprünglich war die Umsetzung zum 5. April geplant.

"Aufgrund der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Einbruchs der Fahrgastzahlen und der momentan geltenden Schutz- und Hygienemaßnahmen, ist es derzeit nicht sinnvoll, optimierte Fahrpläne anzubieten", heißt es aus der Stabsstelle für innovative und intermodale Mobilität.

Den entsprechenden Beschluss hat der Gemeinderat Ende Mai gefasst. Zuvor wurde im April bereits beschlossen, auf den 15. Juni zu schieben. Zu der Zeit war jedoch noch nicht absehbar, wie die Ausnahmesituation weiter verläuft. Denn die Zahl der Fahrgäste ist stark eingebrochen. Im Gelegenheitsverkehr beträgt der Rückgang rund 57 Prozent. Momentan ist zwar ein Zuwachs wahrnehmbar, doch wird sich die vollständige Erholung der Fahrgastzahlen noch über mehrere Monate erstrecken.

Busunternehmen nehmen Optimierung vor

Auch die Busunternehmen befürworten nicht nur aus finanziellen, sondern auch aus betrieblichen Gründen eine Umsetzung der Neukonzeption zum regulären Fahrplanwechsel ab Mitte Dezember. Aufgrund der neuen Rahmenbedingungen benötigen die Unternehmer mehr Zeit für die Optimierung ihrer Dienst- und Umlaufpläne für den Einsatz ihres Personals und der Fahrzeuge.

Änderungen gemäß Fahrgastnachfrage

Das künftige Verkehrsangebot, welches nun Ende des Jahres umgesetzt werden soll, orientiert sich besonders an der Fahrgastnachfrage. So sind etwa neue Samstagsnachmittags-, Sonntags- und Spätfahrten ausgewiesen.

Gleichmäßige Anbindung der Stadtteile

Zudem wird eine gleichmäßigere Anbindung aller Stadtteile garantiert. Auch die Gebiete Ramtel, Blosenberg, das Haldengebiet und Leo-West/Längenbühl werden künftig bedient.

Sonderbeurteilung des Schülerverkehrs

Momentan wird geprüft, den geänderten Schülerverkehr des neuen Busfahrplans bereits ab September starten zu lassen.

Hintergrund

Bereits vor einem Jahr wurden in einem ersten Schritt die VVS-Tarifzonen grundlegend überarbeitet – mit dem Ergebnis, dass das Bus bzw. Bahnfahren allgemein günstiger wurde.

Zum 1. Januar dieses Jahres wurde in Leonberg das "Stadtticket" eingeführt. Für drei Euro können Nutzer den ganzen Tag im Stadtgebiet mit dem Bus oder der S-Bahn unterwegs sein, das Gruppenticket für bis zu fünf Personen gibt es für sechs Euro.

Der optimierte Busverkehr – auch mit einer gleichmäßigeren Anbindung aller Stadtteile – ist der nächste Schritt. Die Neukonzeption wurde unter anderem in Zusammenarbeit mit Stadträtinnen und -räten, dem Jugendausschuss, der Kommission für nachhaltige Mobilität, dem Arbeitskreis Inklusion, den Busunternehmen sowie Mitbürgerinnen und Mitbürgern erarbeitet und umgesetzt.