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15.05.2020

Kitas ab Montag - OB Cohn: "Stadt ist auf Landesvorgaben angewiesen" 

Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege sollen ab kommenden Montag, den 18. Mai die Betreuung schrittweise in Richtung eines eingeschränkten Regelbetriebs ausweiten können. Das Land setzt mit der Corona-Verordnung, die voraussichtlich erst morgen notverkündet wird, den rechtlichen Rahmen. 

Das Land setzt den rechtlichen Rahmen

Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege sollen ab kommenden Montag, den 18. Mai die Betreuung schrittweise in Richtung eines eingeschränkten Regelbetriebs ausweiten können.

Das Land setzt mit der Corona-Verordnung, die voraussichtlich erst morgen notverkündet wird, den rechtlichen Rahmen.

"Für die Umsetzung und Ausgestaltung vor Ort sind die Träger und Einrichtungen in eigener Zuständigkeit verantwortlich", heißt es in einer Pressemitteilung seitens des Landes.

Erste Informationen liegen bereits vor

Bislang gibt es entsprechend lediglich Eckpunkte zur Umsetzung der Öffnung:

  1. Unter anderem ist vorgesehen, dass maximal die Hälfte der in der Betriebserlaubnis genehmigten Gruppengröße in einer Einrichtung betreut werden dürfen.

  2. Weiterhin haben Kinder, die bereits in der erweiterten Notbetreuung betreut werden, sowie Kinder, bei denen ein besonderer Förderbedarf besteht, Vorrang.

  3. Um möglichst viele Familien und Kinder in die Betreuung einbeziehen zu können, so ein weiterer Eckpunkt, bieten sich Ansätze an, die zum Beispiel ermöglichen, dass Kinder in festen Gruppen abwechselnd an einzelnen Wochentagen in die Kita kommen können.

Gemeinsame Konzeptentwicklung auf dieser Basis

"Auf Grundlage der aktuell bekannten Informationen haben wir bereits Konzepte für die städtischen Kitas erarbeitet. Wir sind in enger Abstimmung mit den städtischen Einrichtungsleitungen und auch mit den kirchlichen und freien Trägern", erklärt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn und ergänzt: "Allerdings müssen wir abwarten, was genau von der Landesregierung verordnet wird."

Anpassung an Verordnung folgt

Das Stadtoberhaupt weiter: "Danach werden wir sofort unsere Ansätze entsprechend anpassen. Dies wird nach dem Verkünden der Verordnung noch wenige Tage in Anspruch nehmen. Denn jede Kita muss gesondert betrachtet werden. Sobald alles ausgearbeitet ist, werden die Einrichtungsleitungen die Eltern informieren. Auch geben wir die städtischen Konzepte an die kirchlichen und freien Träger weiter."

Kindertagespflegestellen öffnen ebenfalls wieder

Auch der Betrieb der Kindertagespflegestellen kann vom 18. Mai an wieder über die erweiterte Notbetreuung hinaus erweitert werden.

Voraussetzung ist, dass die Betreuung in konstant zusammengesetzten Gruppen stattfindet. Das bedeutet, dass ein Betreuungsplatz nicht von mehreren Kindern geteilt werden kann.

Hintergrund

Momentan sind in Leonberg 214 Kinder in der Notbetreuung, 110 in städtischen, 64 in evangelischen, 28 in katholischen und 12 in Einrichtungen in freier Trägerschaft.

Dies entspricht etwa 11 Prozent aller derzeit zu betreuenden Kinder in Kitas.

4. Klassen dürfen ab Montag wieder zur Schule

Zudem wurde am gestrigen Donnerstag, den 14. Mai die Verordnung des Kultusministeriums über die Wiederaufnahme des Schulbetriebs angepasst.

Mit der Verordnung wird der Präsenzunterricht auf die Klassenstufe 4 der Grundschule sowie der entsprechenden Klassen der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren erweitert.

Die Verordnung tritt am kommenden Montag, den 18. Mai in Kraft.