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17.05.2021

Armbänder nach negativem Schnelltest: OB Cohn sieht Vorhaben kritisch 

Im Landkreis Böblingen führen die Betreiber von fünf Schnelltestzentren Armbänder ein, mit denen sich Bürgerinnen und Bürger ausweisen können, die negativ getestet wurden.

Oberbürgermeister Martin Georg Cohn ist von der Maßnahme überrascht und sieht darin keinen Mehrwert in der Bekämpfung der Pandemie. 

Dieser Schnelltest zeigt ein negatives Ergebnis

Dieser Schnelltest zeigt ein negatives Ergebnis  | © pixabay

 

Keinen Mehrwert in der Pandemiebekämpfung

Im Landkreis Böblingen führen die Betreiber von fünf Schnelltestzentren Armbänder ein, mit denen sich Bürgerinnen und Bürger ausweisen können, die negativ getestet wurden.

Oberbürgermeister Martin Georg Cohn ist von der Maßnahme überrascht und sieht darin keinen Mehrwert in der Bekämpfung der Pandemie.

"Ich habe von dieser Aktion über eine Pressemitteilung heute Vormittag erfahren. Dieser Schritt wurde von Landrat Roland Bernhard mit den Kommunen nicht abgestimmt. Mich hat das überrascht und ich bin darüber nicht glücklich", sagt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn.

Nur einzelne Teststellen arbeiten mit Bändern

Er sieht es kritisch, dass nur einzelne Teststellen, die mit einer bestimmten Software, der "DoctorBox", arbeiten, diese Armbänder ausgeben. Andere Standorte würden dadurch diskreditiert.

In ganz Leonberg nutzen nur drei von insgesamt zwölf Teststellen "DoctorBox".

Etablierte Wege werden beibehalten

Eine davon, das Testzentrum in der alten Post, leitet Miriam Sachs. Auch sie ist vom Vorpreschen des Landratsamtes nicht begeistert. "Wir werden ab Mitte der Woche schon auch die Armbänder dahaben, wenn das jemand unbedingt haben möchte. Alle anderen etablierten Varianten der Ergebnisübermittlung werden aber trotzdem weiterhin angeboten, so dass niemand auf die Armbänder umsteigen muss. Das macht schon aufgrund der Teststruktur hier keinen Sinn", sagt Sachs.

Umstrukturierung nicht notwendig

In Leonberg gebe es zu viele unterschiedliche Anbieter, die aber trotzdem insgesamt gut funktionieren.

In Städten wie etwa Tübingen mag ein Bändchen-Modell Sachs zufolge vielleicht noch klug und machbar sein, "hier bei uns aber nicht. Wir haben eine gut funktionierende Strategie. Jetzt umzustrukturieren – dafür haben wir hier bei uns keinen Bedarf", so Sachs.

Breite Nutzung aller Teststellen ist wichtig

Der Vorteil in Leonberg sei, dass eine hervorragende Infrastruktur des Testens sogar in den Teilorten aufgebaut wurde. Alle Bürgerinnen und Bürger haben in ihrer unmittelbaren Umgebung die Möglichkeit, unkompliziert zu prüfen, ob sie an Corona erkrankt sind.

"Wenn alle nur noch zu bestimmten Teststellen fahren müssen, wäre das fatal", sagt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn.

Bisherige Formen funktionieren

Abgesehen davon unterstreicht der OB das Argument von Miriam Sachs: "Die Bändchen haben keinen Mehrwert für uns. Sie schaffen eher nur noch mehr Verwirrung – auch beim Einzelhandel und der Gastronomie. Wir haben bereits jetzt eine super funktionierende Lösung, mit der alle Teststellen unabhängig voneinander gut arbeiten können. Jeder Bürger bekommt nach dem negativen Test ein Zertifikat mit Datum in Papierform oder digital zum einfachen Vorzeigen. Ich verstehe nicht, warum wir das über Bord werfen sollten", so OB Cohn entschieden.

Zurschaustellung schafft Ungleichheit

Unnötig sei auch, dass getestete Personen ihr Ergebnis offen am Arm tragen müssen. Diese Zurschaustellung schaffe Ungleichheit in der Gesellschaft. "Ich möchte nicht, dass sich jemand in der Öffentlichkeit dafür schämen muss, wenn er kein Bändchen ums Handgelenk trägt. Ich finde das sehr gefährlich", sagt Cohn.


 

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