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Wahl der Schöffinnen und Schöffen 2018

In diesem Jahr werden wieder ehrenamtliche Schöffinnen und Schöffen sowie Jugendschöffinnen und Jugendschöffen für die Amtszeit von 2019 bis 2023 gewählt.

Aufgabe der Stadt Leonberg ist es dabei, dem Amtsgericht Leonberg eine bestimmte Anzahl geeigneter Personen vorzuschlagen. Eine Wahlkommission des Amtsgerichts wählt dann aus diesen Vorschlägen die Schöffinnen und Schöffen. Hierzu suchen wir interessierte deutsche Staatsangehörige zwischen 25 und 69 Jahren (Stichtag 01.01.2019), die in Leonberg wohnen und sich für dieses Amt zur Verfügung stellen.
 

Aufgaben und Anforderungen

Die Aufgabe von Schöffen ist es, zusammen mit einem Berufsrichter ein gerechtes Urteil zu fällen.

Folgende Fähigkeiten und Eigenschaften sind gefragt:

  • Unparteilichkeit, Selbständigkeit und Urteilsvermögen
  • Soziales Verständnis
  • Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen
  • Berufliche Erfahrung
  • Logisches Denkvermögen und Intuition
  • Gerechtigkeitssinn
  • Vorurteilsfrei auch in extremen Situationen
  • Kommunikations- und Dialogfähigkeit
  • Durchsetzungsvermögen
  • Erzieherische Befähigung und Erfahrung in der Jugenderziehung bei Jugendschöffinnen und Schöffen

Darüber hinaus müssen Schöffinnen und Schöffen gesundheitlich in der Lage sein, auch mehrstündigen Verhandlungen aufmerksam zu folgen.


Freistellen für die Amtstätigkeit

Für die Amtstätigkeit hat sie der Arbeitgeber von der Arbeitsleistung freizustellen. Beruflich sollte jedoch sichergestellt sein, dass sie keinen Nachteil erleiden, wenn sie an bis zu zwölf Sitzungstagen im Jahr ihrem Arbeitsplatz fernbleiben.

Dabei ist zu beachten, dass sich beim Landgericht bei den großen Strafkammern die Sitzungen mit Unterbrechungen über mehrere Tage oder Wochen erstrecken können. Dann sind die Schöffinnen und Schöffen in Einzelfällen deutlich mehr als 12 Tage im Jahr gefordert.


Entschädigung

Das Schöffenamt ist ein Ehrenamt. Es wird eine Entschädigung nach dem Justizvergütungs- und entschädigungsgesetzt bezahlt. Unter anderem können Ersatz für Fahrkosten, Verdienstausfall bis zu 24,00 € pro Stunde (brutto), Zeitversäumnis in Höhe von 6,00 € pro Stunde oder Nachteile in der Haushaltsführung in Höhe von 14,00 € pro Stunde geltend gemacht werden.


Ausschlussgründe


  • Personen, die in den letzten 10 Jahren zu einer Freiheitsstrafe von mehr als 6 Monaten bestraft wurden
  • Personen, gegen die ein Ermittlungsverfahren wegen einer Tat schwebt, die den Verlust der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter zur Folge haben kann
  • Personen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind
  • Personen, die in Vermögensverfall geraten sind
  • Personen, die hauptamtliche/r oder inoffizielle/r Mitarbeiter/in des Staatssicherheitsdienstes der DDR waren
  • Personen, die bereits einen Justizberuf ausüben, z.B. Beamt_innen der Staatsanwaltschaft, Rechtsanwält_innen und Rechtsanwälte, Notar_innen, gerichtliche Vollstreckungs- und Polizeivollzugsbeamt_innen, sowie Religionsdiener (z.B. Pfarrer, Diakonie) und Ordensleute
  • Personen, die gegen die Grundsätze der Menschlichkeit oder der Rechtsstaatlichkeit verstoßen haben (vgl. § 44a Deutsches Richtergesetz)

Haben Sie Interesse?

Dann bewerben Sie sich jetzt für dieses Ehrenamt.
Bewerbungsschluss ist der 15.03.2018

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